Braunschweig 

Ein Buch der anderen Art: So trickst eine Braunschweigerin das Steuergesetz aus

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Braunschweig/Stuttgart. Hygiene-Artikel für Frauen, also Tampons, werden in Deutschland hoch besteuert. Gegen dieses Gesetz setzt sich das Team um Ann-Sophie Claus, die ursprünglich aus Braunschweig kommt, und ihre Partnerin Sinja Stadelmaier ein.

Gemeinsam kämpfen sie mit ihrem Unternehmen "The Female Company" für eine Steuersenkung von Hygieneartikeln für Frauen.

Denn: In Deutschland werden Tampons, Binden und andere Hygieneartikel für Frauen mit einem erhöhten Steuersatz bedacht. Dieser war ursprünglich allerdings für Luxusgüter vorgesehen.

So prangern die Gründerinnen von "The Female Company" an, dass Güter wie Trüffel, Schnittblumen und sogar Ölgemälde mit sieben Prozent besteuert werden. Für Tampons zahlen Frauen allerdings 19 Prozent an Steuern.

Braunschweigerin erfindet Bio-Tampons mit Coolness-Faktor

Die Unternehmerinnen haben nun allerdings ein Schlupfloch entdeckt, wie Frauen den Steuersatz für Tampons umgehen können. Und zwar mit einem Buch! "Denn Bücher werden nur mit 7 Prozent besteuert. Deshalb gibt es die Bio-Tampons jetzt auch als Buch. Beziehungsweise in einem", heißt es auf der Internetseite.

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46 Seiten umfasst das Buch und natürlich gibt es zusätzlich auch noch 15 Tampons. Besteuert wird das Ganze dann zum üblichen Steuersatz für Bücher - also mit sieben Prozent.

Zusätzlich erläutert "The Tampon Book" auf humorvolle und ehrliche Art das Thema Menstruation. So soll weiter über dieses Thema aufgeklärt werden.

Petition für Senkung der Tamponsteuer

Bereits am Weltfrauentag 2018 wurde eine Petition von zwei Politikerinnen aus Hamburg gestartet, um den Steuersatz für Hygieneartikel zu senken. Nanna-Josephine Roloff und Yasemin Kotra fordern, dass Frauen nicht mehr Geld ausgeben sollten, weil sie ihre Menstruation bekommen. Deshalb fordern sie die Politik zum Umdenken auf.

Hier gibt es mehr Infos zu der Petition: KLICK.

Die Gründerinnen von "The Female Company" haben mittlerweile nun auch schon angekündigt, dass sie ihr Anliegen auch im Bundestag vortragen wollen. Hier gibt es mehr Infos zu "The Female Company".

Ein paar Eindrücke:

(mvg)