Braunschweig 

Gegenwind für Neonazis: "Zeigen wir, dass Braunschweig nicht ihre Stadt ist!"

In Braunschweig gibt es Widerstand gegen eine Neonazi-Demo am 1. Mai (Archivbild).
In Braunschweig gibt es Widerstand gegen eine Neonazi-Demo am 1. Mai (Archivbild).
Foto: Christopher Kulling

Braunschweig. In Braunschweig richtet sich Widerstand gegen eine Neonazi-Kundgebung am Tag der Arbeit. Unter anderem das "Bündnis gegen Rechts" hat zum Gegenprotest aufgerufen: "Unser 1. Mai bleibt bunt und solidarisch", heißt es im Aufruf.

Die Rechtsextremen, die einen Schlagring als Symbol haben, haben ihrer Veranstaltung auf dem Altstadtmarkt das Motto "Unsere Stadt - unsere Regeln" verpasst – und posieren auf einem Facebook-Foto genau dort mit teils geballten Fäusten. Ihre Gesichter zeigen sie nicht.

Dem "Bündnis gegen Rechts" zufolge hat der Anmelder der Kundgebung zu einem "Match", also einer gewalttätigen Auseinandersetzung mit Gegendemonstranten, aufgerufen.

Stadt Braunschweig bestätigt Anmeldung

Die Stadt Braunschweig hat die Anmeldung der Versammlung nach entsprechender Prüfung bestätigt und verweist auf die Versammlungsfreiheit. Das Grundrecht müsse gewährleistet werden, solange die öffentliche Sicherheit nicht gefährdet wird, etwa durch Straftaten wie Körperverletzungen, Sachbeschädigungen oder die Verherrlichung des NS-Regimes.

Polizei Braunschweig sieht keine Gefahr

Eine solche Gefahr liege nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei bislang nicht vor. Die Polizei werde die Versammlung, die um 13 Uhr beginnen soll, begleiten und dabei alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um einen friedlichen Verlauf zu gewährleisten. "Wir sind gut vorbereitet", so die Polizei.

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Das "Bündnis gegen Rechts" geht davon aus, dass - wenn überhaupt - nur eine sehr kleine Zahl von Neonazis dem Aufruf folgen werden. Dennoch sei es wie immer richtig, wenn man ihnen mit buntem und lautstarken Protest begegne: "Zeigen wir, dass Braunschweig nicht ihre Stadt ist!"