Braunschweig 

Zugversuche auf der Jasperallee in Braunschweig: Bleiben die "alten" Bäume standhaft?

Braunschweig. Nachdem ein umstürzender Silberahorn in der vergangenen Woche eine Frau am Kopf getroffen hat, werden die übrigen Bäume an der Jasperallee in Braunschweig nun auf ihre Standsicherheit überprüft.

Seit Montag werden nun auf der Jasperallee in Braunschweig sogenannte Zugversuche durchgeführt. Wie Adrian Foitzik, Pressesprecher der Stadt Braunschweig, gegenüber news38.de mitteilte, sollen die Ergebnisse dann am nächsten Mittwoch dem Grünflächenaussschuss vorgelegt werden.

Dann soll entschieden werden, wie weiter verfahren wird.

Ein tonnenschwerer Silberahorn war am vergangenen Dienstag von einer Windböe erfasst worden und stürzte zu Boden. Dabei wurde eine Radfahrerin leicht am Kopf verletzt.

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Später hatte sich bei der Untersuchung der Wurzeln herausgestellt, dass der Wurzelstock des Baumes aufgrund Pilzbefalls von Holzfäule befallen und damit „statisch unwirksam“ sei.

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Was passiert bei Zugversuchen?

Mit Hilfe von Zugversuchen soll die Stand- und Bruchsicherheit von Bäumen überprüft werden. Mit einem Greifzug und einem Stahlseil wird dann an dem zu untersuchenden Baum gezogen. Um Verletzungen der Pflanze zu vermeiden, sollte das Seil mit Polyesterschlaufen am Baum befestigt werden.

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Ein Messgerät erfasst daraufhin die Kraft, mit der an dem Baum gezogen wird und simuliert so starke Windböen. Ein weiteres Messgerät am Stammfuß ermittelt dann noch die Neigung des Baumes während des Versuchs. So können die Werte ins Verhältnis gesetzt werden und schließlich das Verhalten des Baumes beispielsweise bei einem Orkan ermittelt werden. (mvg)