Braunschweig 

Nichts mit Schotter? CDU Braunschweig will wieder grüne Gärten

So sollen die Gärten und Vorgärten in Braunschweig nicht mehr aussehen, wenn es nach der CDU geht.
So sollen die Gärten und Vorgärten in Braunschweig nicht mehr aussehen, wenn es nach der CDU geht.
Foto: Carmen Jaspersen/dpa/bearbeitet: news38.de

Braunschweig. Der Naturschutzbund Nabu hat größere Anstrengungen von Städten und Gemeinden im Kampf gegen Schotter- und Steingärten gefordert.

"Einige Kommunen sind schon sehr aktiv, es müssten natürlich noch mehr werden", sagte Nabu-Gartenexpertin Marja Rottleb der Deutschen Presse-Agentur. Jetzt hat sich auch die CDU Ratsfraktion in Braunschweig für dieses Thema stark gemacht.

In der kommenden Ratssitzung am 21. Mai soll dann ein klares Bekenntnis gegen Schottergärten in Braunschweig erreicht werden. So haben die Abgeordneten nun einen Antrag eingereicht, wie in Zukunft Steinwüsten im Vorgarten vermieden werden sollen.

Neue Anreize für Gartenbesucher

Heidemarie Mundlos, Sprecherin der CDU-Fraktion im Grünflächenausschuss erklärt: "Es geht uns zunächst darum, nicht auf Restriktionen zu setzen. Die Verwaltung erarbeitet derzeit ein ökologisches Förderprogramm.

Dort wollen wir ein weiteres Modul etablieren, mit dem Anreize für den Rückbau bestehender Schottergärten gesetzt werden können. Auch sollte in der späteren Öffentlichkeitsarbeit verstärkt darauf hingewiesen werden, welche Vorteile eine möglichst naturnahe und stadtökologisch verträgliche Gestaltung unserer Vorgärten hat."

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Bereits bei der Entwicklung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes sei aufgefallen, dass mehr Grünflächen die Temperaturen im Sommer in der Stadt senken könne.

NABU: Fremde Pflanzen in den Beeten

Das Problem laut Nabu sei, dass Schottergärten nur wenige oder gar keine Pflanzen enthalten. Zudem würden häufig in Deutschland nicht heimische Pflanzen in die Steinbeete gesetzt, welche den hiesigen Tieren kaum oder gar keine Nahrung böten. Vielerorts wird derzeit in kommunalen Parlamenten über ein Verbot von Schotter- und Steinflächen auf Privat-Grundstücken diskutiert.

Eure Meinung ist gefragt

Das kleinste Bundesland Bremen plant für das Gebiet der Stadt Bremen ein Gesetz, das die Begrünung oder Bepflanzung von Freiflächen vorschreibt.

Fahrrad-Stellplätze oder Terrassen dürften aber gepflastert werden, sagte Bremens Umweltsenator Joachim Lohse (Grüne) der dpa. Das sogenannte Begrünungsortsgesetz soll in der zweiten Maiwoche in der Bremischen Bürgerschaft verabschiedet werden und gleich danach in Kraft treten. (dpa/mvg)