Braunschweig 

Braunschweig: Musiker stößt Lautsprecher bei Konzert von Bühne und bricht Frau mehrere Knochen – trotzdem kein Schmerzensgeld

Braunschweig: Herabstürzender Lautsprecher bricht Frau bei Konzert die Knochen – trotzdem bekommt sie kein Schmerzensgeld. (Archivbild.)
Braunschweig: Herabstürzender Lautsprecher bricht Frau bei Konzert die Knochen – trotzdem bekommt sie kein Schmerzensgeld. (Archivbild.)
Foto: dpa

Braunschweig. Das Oberlandesgericht Braunschweig hat einer Konzertbesucherin kein Schmerzensgeld zugesprochen, obwohl sie durch einen umstürzenden Lautsprecher verletzt worden war.

Der Fall hatte sich beim Auftritt einer schottischen Folkband in einer Kneipe zugetragen: Ein Musiker stieß aus Versehen die schwere Lautsprecherbox von einem Metallstativ auf der Bühne hinab; die getroffene Frau erlitt mehrere Knochenbrüche und zog vor das Oberlandesgericht Braunschweig.

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Allerdings konnte die Klägerin vor Gericht nicht sagen, welcher Musiker den Lautsprecher-Sturz verursacht hatte.

Die Band haftet nicht kollektiv

Die Band hafte nicht kollektiv, urteilte der Zivilsenat des Oberlandesgerichts nach Mitteilung vom Donnerstag (Az. 8 U 45/18).

Er bestätigte ein Urteil des Landgerichts Braunschweig.

Der Betreiber der Gaststätte sei ebenfalls nicht haftbar. Er habe nicht davon ausgehen müssen, dass Gegenstände von der Bühne herabfallen. Haftbar sei allenfalls der Konzertveranstalter, ein Kulturverein. Aber den hatte die verletzte Frau nicht verklagt. (dpa/fb)