Braunschweig 

Niedersachsen: Alle verfügbaren Kräfte bei Mega-Razzia im Einsatz

Foto: Hauptzollamt Braunschweig

Niedesachsen. Bei einer großangelegten Razzia, rief das Hauptzollamt Braunschweig am Freitag alle verfügbaren Kräfte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit zum Einsatz, um in Braunschweig, Göttingen, Hildesheim und der Region die Arbeitsverhältnisse auf Baustellen zu prüfen.

Bundesweite Baustellen-Razzia auch in Braunschweig und Region

"Momentan sind Baustellen soweit das Auge reicht. Wir wollten da mal etwas genauer hinschauen", kommentiert Pressesprecher Andreas Löhde vom Hauptzollamt Braunschweig die personalintensive Maßnahme des Zolls.

Nicht nur die Zöllner des Hauptzollamts Braunschweig waren unterwegs. Bundesweit sei nach Angaben des Zolls an diesem Tag schwerpunktmäßig das Baugewerbe kontrolliert.

Durch den hohen Anteil der Lohnkosten ist bei Vielen die Versuchung groß, die Baukosten durch Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung zu drücken.

Baugewerbe unter besonderer Beobachtung des Zolls

Darum steht das Baugewerbe unter besonderer Beobachtung des Zolls - ebenso wie alle anderen lohnintensiven Branchen. In diesen Branchen finden regelmäßig bundesweit sogenannte Schwerpunktprüfungen statt, erklären die Beamten.

Sehen und gesehen werden

Den Unterschied zum Arbeitsalltag in der Finanzkontrolle Schwarzarbeit erklärt Zollamtmann Löhde so: "Jeden Tag prüfen wir, überall wo gearbeitet wird und zwar so diskret wie möglich. Manchmal wollen wir aber nicht nur sehen, sondern auch gesehen werden! Heute war so ein Tag!".

Somit sollen Schwerpunktprüfungen auch eine präventive Wirkung erzielen, um die Versuchung nicht zu groß werden zu lassen.

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Die Beamten erinnern daran: wer Schwarzarbeiter beschäftigt, dem droht eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren.

Die Ergebnisse werden nun zusammen getragen und ausgewertet, so das Hauptzollamt abschließend. (aj)