Braunschweig 

Wieder auffälliger Waschbär erlegt – neuer Staupe-Fall in Braunschweig?

In Braunschweig wurde ein auffälliger Waschbär erlegt (Symbolbild).
In Braunschweig wurde ein auffälliger Waschbär erlegt (Symbolbild).
Foto: imago/Hartenfelser

Braunschweig. Am Lünischteich in Braunschweig hat ein Jäger einen Waschbären erlegt. Wahrscheinlich litt das Tier an Staupe. Erlegt wurde der Waschbär am Montag.

Eine Zeugin beschreibt die Situation gegenüber news38.de so: "Der Waschbär wurde eingefangen und von seinem Leiden erlöst." Die Jägerschaft ist sich sicher, dass das Tier an Staupe erkrankt war.

Jäger: "Augen des Waschbären waren aufgequollen"

"Dass ein Waschbär am hellichten Tag keine Scheu zeigt, ist absolut ungewöhnlich", erklärt Jagdpächter Hennig Brandes gegenüber news38.de. "In diesem Fall hatte der Wäschbar zudem eine auffällige Kopfhaltung, seine Augen waren aufgequollen", beschreibt der Jäger das Erscheinungsbild.

Zusammen mit dem Tierschutz habe man sich dazu entschieden, das Tier von seinem Leiden zu erlösen, so Brandes. "In einem Tierheim würden sich die anderen Tiere nur anstecken."

Marderhund greift Menschen in Braunschweig an

Zuletzt waren zwei mutmaßlich an Staupe erkrankte Nutrias sowie drei Waschbären in Riddagshausen erlegt worden. Sie hatten sich laut Stadt "auffällig verhalten". Ein Tier soll einen Hund und dessen Besitzer attackiert haben.

Zuvor hatte ein aggressiver Marderhund für Angst bei den Hundebesitzern in Braunschweig gesorgt. Er soll Menschen und Tiere angegriffen haben. Letztlich wurde der Marderhund in Querum erlegtauch er litt nachweislich an Staupe.

Was ist eigentlich Staupe?

Die Viruserkrankung Staupe tritt bei Wildtieren wie Füchsen, Mardern und Frettchen auf. Staupe greift verschiedene Gehirnzellen an – und führt daher zu ganz verschiedenen Reaktionen.

Noch mehr Themen:

Übertragbar auf den Menschen ist Staupe nicht. Eine Impfung schützt Haustiere vor der Ansteckung. (ck)