Braunschweig 

Bier fließt nicht: Streik bei Wolters und Wittinger legt Brauereien trocken

Wolters-Mitarbeiter haben am Montag die Arbeit niedergelegt.
Wolters-Mitarbeiter haben am Montag die Arbeit niedergelegt.
Foto: NGG

Braunschweig/Wittingen. Warnstreik in Braunschweig und Wittingen: Am Hofbrauhaus Wolters und der Privatbrauerei Wittingen ging am Montagmorgen teils gar nichts mehr. Dutzende Beschäftigte legten zwischen 7 und 10 Uhr die Arbeit nieder. Auch in Einbeck wurde gestreikt.

Zum Warnstreik aufgerufen hatte die Gewerkschaft NGG. Hintergrund sind die ins Stocken geratenen Tarifverhandlungen über einen neuen Tarifvertrag für die rund 350 Beschäftigten in den niedersächsischen Brauereien stand heute die Produktion still.

Warnstreik bei Brauereien in Niedersachsen

"In den Brauereien wird im Schichtsystem produziert. Ein Drittel der Belegschaften, alle drei Frühschichten, setzte heute ein klares Zeichen, dass sie morgen ein faires Angebot der Arbeitgeber erwarten", so NGG-Verhandlungsführer Arno Fischer.

"Die Stimmung war sehr gut und die Beschäftigten sind entschlossen, weiter zu kämpfen, wenn sich morgen nichts bewegt. Diese Warnstreiks waren ein Signal und durchweg erfolgreich, die nächste Welle wird dann weh tun", so Fischer.

Am morgigen Dienstag geht die dritte Verhandlungsrunde in Hannover über die Bühne. Die Gewerkschaft fordert sechs Prozent mehr Lohn für die Brauerei-Mitarbeiter. "Die Arbeitgeberseite bot bisher null Prozent an", so NGG. (ck)