Braunschweig 

Rakete aus Braunschweig kracht in Kinderzimmer - so dramatisch war der Einschlag in Leiferde

Die Rakete aus Braunschweig ist 2014 in ein Kinderzimmer gekracht.
Die Rakete aus Braunschweig ist 2014 in ein Kinderzimmer gekracht.
Foto: dpa

Leiferde. Und plötzlich kracht eine Rakete ins Kinderzimmer: Vor fünf Jahren ist genau das Familie Schweissgut aus Leiferde östlich von Hannover passiert. Es war eine Forschungsrakete.

Forschungsrakete kam von der TU Braunschweig

"Wir haben unseren Augen nicht getraut", sagt Hausbesitzer Jakob Schweissgut heute. Glücklicherweise war die in dem Haus lebende Tochter mit den beiden Enkelkindern nicht zuhause, als die Experimentalrakete der Technischen Universität Braunschweig am 22. Juni 2014 das Dach traf.

Das 1,60 Meter lange und acht Kilo schwere Leichtbaugeschoss durchbohrte eine Kinderzimmerwand und riss im Flur den Stromkasten aus der Halterung - verletzt wurde glücklicherweise niemand.

Nach Raketen-Unglück: Paar fühlt sich allein gelassen

Mit Blick auf die Folgen fühlt sich das Paar im Rückblick weitgehend allein gelassen. "Ein Dreivierteljahr hatten wir eine anstrengende Rennerei", sagt ihr Mann. Die Summe von der Versicherung habe am Ende bei weitem nicht die Kosten gedeckt. "Trotzdem ist der Fall für uns erledigt".

Die Rakete war auf einem etwa eineinhalb Kilometer entfernten Modellflugplatz nahe Hillerse gestartet. Eine Windböe war laut der Uni wohl dafür verantwortlich, dass die Rakete von der Bahn abkam. (dpa)