Braunschweig 

Wetterextreme und Schädlingsbefall: Dem Geschäft mit dem Holz geht es schlecht

Archivbild
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Foto: Niedersächsische Landesforsten

Braunschweig. Sturmschäden, langanhaltende Dürre und Schädlingsbefall haben den niedersächsischen Landesforsten einen Millionenverlust beschert. Das Defizit für das Geschäftsjahr 2018 beträgt 5,9 Millionen Euro.

"Die Holzpreise sind am Boden, die Kosten explodieren und der Investitionsbedarf in die Wiederaufforstung ist hoch", sagte der Präsident der Forsten, Klaus Merker, am Mittwoch in Braunschweig.

Das Minus in der Bilanz lasse sich zwar unter anderem durch Rücklagen ausgleichen, erstmals seit 2007 werde aber kein Gewinn an das Land Niedersachsen abgeführt.

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Nach Angaben der Landesforsten führten Stürme und Schädlingsbefall in ganz Mitteleuropa zu einem Überangebot auf dem Holzmarkt, was den Preis um etwa 30 Prozent einbrechen ließ.

Die kurzfristige Beseitigung der Schäden und der Kampf gegen den Borkenkäfer stehen daher derzeit im Mittelpunkt. Kerngeschäft der Landesforsten mit rund 1.300 Mitarbeitern ist der Forstwirtschaftsbetrieb im Landeswald, der etwa ein Drittel der Waldfläche Niedersachsens umfasst. (dpa)