Braunschweig 

Streik bei Edeka: Bleiben die Regale in Braunschweig und Umgebung leer?

Zwei streikende Edeka-Mitarbeiter am Logistikzentrum Lauenau. Auch in Braunschweig wird gestreikt.
Zwei streikende Edeka-Mitarbeiter am Logistikzentrum Lauenau. Auch in Braunschweig wird gestreikt.
Foto: Christophe Gateau/dpa

Hannover/Braunschweig. Warnstreik bei Edekaschon wieder. Unter anderem ist der Umschlagpunkt Braunschweig betroffen. Die Beschäftigten dort seien seit Mitternacht zu einem befristeten Warnstreik aufgerufen, so die Gewerkschaft Verdi.

Betroffen sind demnach außerdem die Edeka-Standorte Wiefelstede, Lauenau und Weyhe. Rund 2.000 Mitarbeiter sollen den Betrieb lahmlegen.

Von den Lagerstandorten aus wird laut Verdi ein Großteil der Edeka-Märkte und Großkunden in Niedersachsen und Bremen beliefert. Insofern könnten Edeka-Kunden den Warnstreik durchaus zu spüren bekommen.

Edeka selbst verneint das: Grundsätzlich werde man die Versorgung der Edeka-Geschäfte "mittels alternativer Wege" sicherstellen, so eine Sprecherin zu news38.de.

Stockende Tarifverhandlung bei Edeka

Die zweite Tarifverhandlung war in der vergangenen Woche in Hannover ohne Fortschritte zu Ende gegangen. Verdi fordert für die mehr als 130.000 Beschäftigten eine Lohnerhöhung um 180 Euro, mindestens jedoch 6,5 Prozent. Die Laufzeit des neuen Tarifvertrags soll nach dem Willen der Gewerkschaft 12 Monate betragen.

Das verbesserte Angebot von Edeka sieht Lohnsteigerungen von 2,0 Prozent für 2019, weitere 1,0 Prozent im kommenden Jahr und eine Laufzeit von 24 Monaten vor. Am 5. Juli soll in Hannover weiter verhandelt werden. (dpa/ck)