Braunschweig 

Braunschweig: Mann aus Wolfsburg lockt Jungs per Fortnite in die Missbrauchsfalle – vor Gericht bröckelt die Fassade

Der Prozess am Landgericht Braunschweig findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt – zum Schutz der Opfer (Symbolbild).
Der Prozess am Landgericht Braunschweig findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt – zum Schutz der Opfer (Symbolbild).
Foto: Holger Hollemann/dpa

Braunschweig/Wolfsburg. Mit einer perfiden Masche soll er mehrere Jungs zu sich gelockt und dann sexuell missbraucht haben – jetzt wird einem Mann aus Wolfsburg am Landgericht Braunschweig der Prozess gemacht. Der 28-Jährige hat die Taten beim Auftakt am Montag gestanden, so eine Gerichtssprecherin.

Prozess in Braunschweig ohne Öffentlichkeit

Viel mehr wird aus dem Saal nicht nach außen dringen: Der Prozess in Braunschweig findet ohne die Öffentlichkeit statt – um die jungen Opfer zu schützen. Daher wurde auch die Anklage wurde nicht-öffentlich verlesen.

Bekannt ist aber, dass der mutmaßliche Sexualstraftäter aus Wolfsburg sich über das Internetspiel "Fortnite" oder über den Austausch bei YouTube das Vertrauen mehrerer Jungen erschlichen haben soll.

Wolfsburg: Kinder in Wohnung gelockt und missbraucht

Danach soll sich der 28-Jährige über den Messenger WhatsApp und dem Playstation-Netzwerk zu Treffen mit den Kindern in seiner Wohnung in der Wolfsburger Innenstadt verabredet haben. Hier kam es laut Polizei dann mehrfach zu sexuellen Übergriffen. Die Ermittler wissen von fünf Betroffenen – womöglich gibt es aber noch mehr.

Angeklagt ist der im Januar in Gifhorn verhaftete Mann wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern, Anstiftung zum sexuellen Missbrauch sowie Verbreitung pornografischer Schriften.

Dem 28-Jährigen droht eine lange Haftstrafe, zumal er laut den "Wolfsburger Nachrichten" bereits vor vier Jahren in Bayern wegen ähnlicher Taten verurteilt wurde – die Haftstrafe wurde dann aber zur Bewährung ausgesetzt. (ck)