Braunschweig 

Morddrohungen in Braunschweig: Linke sieht neue Qualität - " unerträglich zu sehen"

Die Linken-Landesvorsitzende aus Niedersachsen, Heidi Reichinnek (Archivbild).
Die Linken-Landesvorsitzende aus Niedersachsen, Heidi Reichinnek (Archivbild).
Foto: imago images / ZUMA Press

Hannover/Braunschweig. Die neuerlichen Drohungen gegen den Sprecher des "Bündnis gegen Rechts" in Braunschweig, David Janzen, rufen jetzt auch die Politik auf den Plan. Die Linke fordert ein härteres Vorgehen gegen rechte Netzwerke.

"Menschen, die sich für Demokratie und Toleranz einsetzen, müssen um ihr Leben fürchten", sagte die niedersächsische Linken-Vorsitzende Heidi Reichinnek am Montag.

Linke Niedersachsen fordert Aufklärung

"Es ist dabei unerträglich zu sehen, dass die Regierung nahezu untätig bleibt, abblockt und die Augen vor den umfassenden rechten Netzwerken, die bis tief in Polizei, Verfassungsschutz und Militär reichen, verschließt." Die Drohung offenbare eine neue Qualität. Reichinnek verlangte konsequente Aufklärung und Bekämpfung rechter Gewalt.

Polizei Braunschweig durchsucht Wohnung

Ein polizeibekannter Neonazi soll Janzens Haustür beschmiert haben. Die Polizei Braunschweig sprach am Sonntagabend von einer Bedrohung "mit einem Schriftzug", das Bündnis nennt es schlichtweg Morddrohung.

Die Polizei hat die Wohnung eines Tatverdächtigen noch am Sonntagabend durchsucht und Beweise sichergestellt. Der Mann machte keine Angaben. (dpa/ck)