Braunschweig 

Nach tragischem Tod im Altkleidercontainer in Braunschweig - Ermittler mit neuen Details

Tragisches Unglück in Braunschweig: Ein Mann bleibt im Container stecken und stirbt wenig später an seinen Verletzungen.
Tragisches Unglück in Braunschweig: Ein Mann bleibt im Container stecken und stirbt wenig später an seinen Verletzungen.
Foto: Braunschweiger Zeitung

Mann will Schlüssel aus einem Altkleidercontainer holen und bleibt stecken

Er verletzt sich so stark, dass er wenig später im Krankenhaus verstirbt

Offene Frage: Muss sich an den Containern etwas ändern?

Braunschweig. Ein tragisches Unglück hat sich in der vergangenen Woche in Braunschweig ereignet. Zeugen entdeckten an einem Mittwochmorgen einen Mann, der in einem Altkleidercontainer feststeckte. Sie eilten ihm zur Hilfe, alarmierten die Feuerwehr - doch der Mann (43) hat es nicht geschafft. Er ist einen Tag nach dem Unglück im Krankenhaus an einer Sauerstoffmangelversorgung des Gehirns gestorben, das berichtet der „NDR“.

Wie die Polizei mitteilt, wollte der 43-Jährige wohl an einen Schlüssel gelangen, den er aus Versehen mit einem Beutel in den Altkleidercontainer geworfen hatte.

Unglück in Braunschweig: Muss sich an den Containern etwas ändern?

Schon kurz nach dem Unglück wurde der Altkleidercontainer aus der Straße „Am Bülten“ abgeholt. Und das nicht von der Polizei, sondern von der Betreiberfirma Alba. Der „NDR“ ist der Geschichte auf den Grund gegangen und hat gefragt - ist das ein übliches Vorgehen?

Der „NDR“ verweist auf die Staatsanwaltschaft, die in diesem Zusammenhang auch nur mutmaßen könne: Der Container sei wohl deshalb nicht beschlagnahmt worden, weil kein Hinweis gefunden werden konnte, dass die Betreiberfirma Schuld haben könnte. Der Mann habe selbst entschieden, in den Container zu klettern.

Braunschweig: Nach tragischem Unfall am Altkleidercontainer - Mann stirbt an seinen Verletzungen

Altkleidercontainer: Reichen Warnschilder aus?

Wenig später folgte dann wohl doch eine Untersuchung. Es konnten jedoch keine Auffälligkeiten an dem Container festgestellt werden. Derzeit stünde der Altkleidercontainer auf dem Gelände des Unternehmens. Auch dort fragte der „NDR“ nach: Der Dienstleister habe versichert, dass die Container wöchentlich überprüft würden.

Bleibt am Ende also nur noch die Frage, ob sich nicht grundlegend etwas an der Bauart der Container ändern müsse, schließlich sei dies nicht der erste tragische Unglücksfall. Es gebe bereits mehrsprachige Warnschilder an den Containern - aber reicht das? Der „NDR“ zitiert den Geschäftsführer der Firma Jo-Ba aus Bremen - es sei Zeit, über Alternativen nachzudenken. Beispielsweise könnte man den Einwurf verkleinern oder die Container schmaler bauen, damit ein Einstieg zukünftig nicht mehr möglich sei. (abr)