Braunschweig 

Braunschweig: Polizei erwischt Neonazis beim wilden Plakatieren – wieder ist Janzen das Ziel

Die Polizei Braunschweig hat zwei Männer aus dem JN-Dunstkreis auf frischer Tat ertappt (Archivbild).
Die Polizei Braunschweig hat zwei Männer aus dem JN-Dunstkreis auf frischer Tat ertappt (Archivbild).
Foto: Christopher Kulling

Braunschweig. Die Polizei Braunschweig hat zwei Neonazis beim wilden Plakatieren erwischt. Die beiden Männer machten sich in der vergangenen Nacht an einem Stromkasten in der Innenstadt zu schaffen, schreibt die Polizei.

Das kam den Beamten verdächtig vor. Als sie die 23 und 26 Jahre alten Männer kontrollierten, fanden sie zunächst Plakate der NPD-Jugendorganisation "Junge Nationalisten Braunschweig" bei ihnen. Am Stromkasten stand dann auch noch ein Eimer mit Kleister.

Polizei Braunschweig erteilt Platzverweise

Die Polizei Braunschweig entdeckte im Nachgang in der Innenstadt diverse Plakate mit rechtsextremem Inhalt und nahm sie dann ab. Der Sprecher des "Bündnis gegen Rechts", David Janzen, sagte news38.de, dass die Jung-NPD'ler ein Foto von ihm auf Plakate gedruckt haben. "Täter, kein Opfer", so die Diffamierung.

NPD-Nachwuchs scheitert beim Kleben

Zuletzt war Janzen von Neonazis mit dem Tod bedroht worden. Auch deswegen gibt es heute eine Anti-Rechts-Demo auf dem Kohlmarkt. Das wiederum war offensichtlich auch der Anlass für die gescheiterte Plakat-Aktion, wie aus einem Tweet der JN hervorgeht.

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Die erwischten Neonazis haben jetzt ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Sachbeschädigung am Hals. Außerdem erteilten ihnen die Polizisten Platzverweise für die Innenstadt von Braunschweig.

CDU Braunschweig bezieht Stellung

Unterdessen hat sich jetzt auch die CDU zu den Morddrohungen geäußert. Sie seien unerträglich und nicht hinnehmbar: "Das Recht darf dem Unrecht nicht weichen – muss dabei die oberste Prämisse sein. Nicht die Opfer und Bedrohten müssen sich anpassen und ausweichen, sondern allein die Täter müssen zur Rechenschaft gezogen werden", so die CDU Braunschweig.

"Dabei ist es gleichgültig, aus welcher politischen Ecke Gewalt und Extremismus kommt, die CDU wird sich weiterhin gegen jede Art von politisch oder rassistisch motivierter Gewalt und Bedrohung mit aller Kraft entgegenstellen“ so Oliver Schatta, der CDU Landtagsabgeordnete für Braunschweig. (ck)