Braunschweig 

Braunschweig: Schock-Szene! Blinder läuft über die Ampel, plötzlich gibt ein Auto Gas

Ein Schock-Video sorgt derzeit für Aufsehen in Braunschweig. Ein Blinder geht über die Straße - dann rast ein Auto los. (Symbolbild)
Ein Schock-Video sorgt derzeit für Aufsehen in Braunschweig. Ein Blinder geht über die Straße - dann rast ein Auto los. (Symbolbild)
Foto: imago

Braunschweig. Mitten in Braunschweig: Ein Blinder geht über die Straße. Plötzlich rast ein Auto los. Es ist ein Schock-Moment für alle, die vor Ort sind. Aber auch für alle, die dieses Video sehen. Deshalb wird es gerade auch heiß in einer Gruppe aus Braunschweig bei Facebook diskutiert.

Zu sehen ist eine Szenerie am John-F.-Kennedy-Platz in Braunschweig. Ein Mann steht auf der Straße. Etwas abseits vom Bürgersteig auf der rechten Seite. Die Ampel für die Autofahrer zeigt Rot.

Braunschweig: Blinder Mann will Straße überqueren - dann gibt ein Auto Gas

Als die Ampel für die Autofahrer erst auf Orange, dann auf Grün springt, geht der blinde Mann los - und zwar weiter über die Straße. Zu diesem Zeitpunkt drückt ein Autofahrer das Gaspedal durch. Das Auto rast etwa einen Meter an dem Blinden vorbei. Dieser zuckt leicht zurück und bleibt stehen.

Er geht rückwärts, wieder zu seinem Startpunkt. Da erst eilt ihm eine Frau zur Hilfe. Sie nimmt ihn an die Hand und führt ihn über die Straße. Die Autofahrer warten, obwohl ihre Ampel Grün zeigt.

Schock-Video aus Braunschweig sorgt für Empörung im Netz

Das Video sorgt für Diskussionen im Netz. Eine Nutzerin wundert sich: „Aber warum geht die helfende Person dann bei Rot mit ihm los?“. Ein anderer wendet sich direkt an denjenigen, der das Video gefilmt und ins Netz gestellt hat: „Und wieso bist du nicht auch selber raus und hast geholfen?“.

Ein anderer Nutzer merkt an: „Da muss doch mit der Signalgebung für Sehbehinderte etwas nicht gestimmt haben“. Derjenige, der das Video aufgenommen hat, antwortet: „Er war von der lauten Musik irritiert“.

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Facebook-Diskussion: Das sagt die Polizei

Im Kontext mit der Musik verweist die Polizei auf den § 23 der Straßenverkehrsordnung. In diesem heißt es, dass das Gehör nicht durch Geräte beeinträchtigt sein darf. Sollte das doch der Fall sein, ist ein Verwarngeld von 10 Euro die Folge.

Für den konkreten Fall erklärt die Polizei Braunschweig: „Sollte die Lautstärke der Musik tatsächlich so gewesen sein, dass die auf dem Video gezeigte Person dadurch beeinträchtigt worden wäre, ist von einem Verstoß auszugehen“.

Schock-Video aus Braunschweig: Wie sollten sich Verkehrsteilnehmer verhalten?

Und wie sollten Verkehrsteilnehmer sich in solch einer Situation nun richtig verhalten? Der Dame gibt die Polizei keine Schuld. „Im konkreten Fall hat sich die Dame sehr gut verhalten und geholfen. Unabhängig davon, ob sie nun in die eine oder andere Richtung hätte gehen müssen.“

Auch das Verhalten der anderen Autofahrer sei richtig gewesen. „Die anderen Autofahrer haben mit Rücksicht reagiert und die beiden passieren lassen, so dass auch diese sich gut verhalten haben“, schreibt die Polizei auf Nachfrage von news38.de.

Polizei ruft Kampagne ins Leben

Grundsätzlich verweist die Polizei darauf, dass es ihr zuallererst darauf ankomme, dass dem Mann überhaupt geholfen wurde. Außerdem verweist sie auf den Paragraph 1 der Straßenverkehrsordnung - „Wenn sich jeder daran halten würde, bräuchten wir fast gar keine anderen Regelungen im Straßenverkehr“.

Vor einiger Zeit haben die Beamten aus Braunschweig dazu auch eine Kampagne ins Leben gerufen. Mehr dazu liest du hier.