Braunschweig 

VW: Erneuter Skandal bei Volkswagen – darum werden Neuwagen verschrottet

VW hat schon wieder Ärger.
VW hat schon wieder Ärger.
Foto: dpa

Fehlerhafte Dokumente zurückgerufener Vorserienfahrzeuge von VW beschäftigt jetzt die Staatsanwaltschaft in Braunschweig. Es gebe ein Ermittlungsverfahren aufgrund eines Anfangsverdachts auf Betrug, sagte Oberstaatsanwalt Klaus Ziehe.

Ende vergangenen Jahres hatte das Kraftfahrtbundesamt (KBA) mitgeteilt, dass VW rund 4000 Autos wegen fehlerhafter Dokumente zurückrufe. Die Aktion werde überwacht, da ein ernstes Risiko nicht ausgeschlossen werden könne, hieß es damals aus der Flensburger Behörde.

Staatsanwaltschaft Braunschweig befasst sich nun mit VW

„Wir sind informiert, dass sich die Staatsanwaltschaft Braunschweig mit den Sachverhalten befasst“, sagte ein VW-Sprecher. Zuvor hatte die „Braunschweiger Zeitung“ über das neue Verfahren berichtet.

VW: „Es wurde versäumt, zu dokumentieren ...“

Früheren Unternehmensangaben zufolge handelt es sich zumeist um sogenannte Vorserienfahrzeuge, die zu Testzwecken gebaut werden. Zur Begründung des Rückrufs hatte ein VW-Sprecher im Dezember gesagt: „Es wurde versäumt, zu dokumentieren, was an den betroffenen Fahrzeugen nicht seriengemäß ist.“

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Eine interne Überprüfung habe ergeben, dass zwischen 2006 und 2018 weltweit etwa 6700 Fahrzeuge in einem Bauzustand vermarktet worden sein könnten, der nicht dem serienmäßigen Bauzustand entspreche.

Bis Mai wurden nach dem Bericht der Zeitung 2300 der Neuwagen zurückgerufen und verschrottet. (dpa)