Braunschweig 

Mordprozess in Braunschweig: Angeklagter mit wachem Blick – er will schweigen

Der Angeklagte (mit Mappe) kommt ohne Handschellen in den Saal des Landgerichts Braunschweig.
Der Angeklagte (mit Mappe) kommt ohne Handschellen in den Saal des Landgerichts Braunschweig.
Foto: Rudolf Karliczek

Braunschweig/Salzgitter. In Braunschweig hat am Montag ein Mordprozess begonnen. Angeklagt ist ein 33 Jahre alter Mann, der in Salzgitter den Freund seiner Schwester erschossen haben soll.

Mordprozess in Braunschweig: Angeklagter schweigt

Der angeklagte Syrer schweigt. Er werde keine Angaben machen, ließ der 33-Jährige zum Prozessauftakt am Montag im Landgericht Braunschweig mitteilen.

Ihm wird vorgeworfen, den aus dem Irak stammenden 25 Jahre alten Lebensgefährten seiner Schwester auf einem Parkplatz an der Berliner Straße in Salzgitter erschossen zu haben.

+++ 25-Jähriger stirbt bei Schießerei: Polizei hat keine Hinweise auf Streit zwischen Familienclans +++

Laut Anklage soll er zur Wiederherstellung der Ehre seiner Familie am 26. Januar dieses Jahres dem Freund seiner Schwester in einem Hinterhof aufgelauert und fünf Schüsse abgefeuert haben. Zuvor soll er seiner Familie angekündigt haben, „die Sache zu beenden“.

Opfer stirbt im Klinikum Salzgitter

Das Opfer starb noch am selben Abend im Krankenhaus in Salzgitter an seinen schweren Verletzungen. Dem 33-Jährigen werden Mord aus Heimtücke und aus niedrigen Beweggründen sowie Verstoß gegen das Waffengesetz vorgeworfen.

Für den Prozess sind neun Verhandlungstage bis Ende Oktober anberaumt. Das Medieninteresse war am Montag riesig, auch die Sicherheitsvorkehrungen waren scharf.

Der Angeklagte durfte den Saal ohne Handschellen betreten. Er verhielt sich relativ ruhig, sein Blick war sehr wach. (dpa/ck)