Braunschweig 

Braunschweig: Neonazi bei McFit – jetzt reagiert der Fitness-Riese

Das Bündnis gegen Rechts Braunschweig hat einen offenen Brief verfasst. Adressiert ist er an McFit. Weil dort ein Neonazi trainieren soll... (Symbolbild)
Das Bündnis gegen Rechts Braunschweig hat einen offenen Brief verfasst. Adressiert ist er an McFit. Weil dort ein Neonazi trainieren soll... (Symbolbild)
Foto: imago images / Panthermedia

Braunschweig. Mit einem offenen Brief auf Facebook wendet sich das „Bündnis gegen Rechts Braunschweig“ an den McFit in Braunschweig. Der Appell: Lasst keine Neonazis in euren Studios trainieren!

In den vergangenen Monaten hätten sich immer wieder Kunden der Fitnessstudio-Kette an das Bündnis gegen Rechts in Braunschweig gewandt, um auf regelmäßige Trainingsbesuche eines stadtbekannten Neonazis aufmerksam zu machen.

Braunschweig: Bündnis mit offenem Brief an Fitnessstudio-Kette

Einige Kunden hätten bereits erste Konsequenzen gezogen und bereits ihren Vertrag gekündigt. Sie hätten sich durch den Rechten während des Trainings belästigt und bedroht gefühlt hätten - „weil trotz mehrerer Beschweren nicht entsprechend reagiert wurde“, heißt es in dem Brief weiter.

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Sowohl der Neonazi, um den es konkret gehe, als auch die aufgelöste Gruppe „Adrenalin Braunschweig“ hätten immer wieder in den Sozialen Netzwerken den Hashtag „#McFit“ für die Verbreitung rechter Propaganda benutzt. Auf den Fotos seien beispielsweise T-shirts mit rechten Motiven und Symbolen zu sehen gewesen, die der Neonazi auch beim Training im Fitnessstudio getragen haben soll.

Appell: „Geben Sie gewalttätigen Neonazis nicht weiter die Möglichkeit,...“

Das Bündnis appelliert in dem Brief nun: „Geben Sie gewalttätigen Neonazis nicht weiter die Möglichkeit, sich in ihren Fitnessstudios für ihre Gewalttaten fit zu halten und zu trainieren“.

McFit hat auf den offenen Brief reagiert. Auf Nachfrage von news38.de erklärt der Fitness-Riese, dass die Kollegen in Braunschweig in den Dialog gehen werden. Dabei wollen die Kollegen laut McFit klarstellen, dass sie sich „ganz klar von radikalen Weltbildern distanzieren und gemäß der Hausregeln entsprechend reagieren“ werden.

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McFit: „Unsere Studios sind Heimat verschiedenster Kulturen“

In den Hausregeln sei unter anderem vermerkt, dass die Zurschaustellung politischer Haltungen, die nicht mit dem Grundgesetz konform sind, nicht geduldet werden.

Auch in einem benachbarten Bundesland gibt es derzeit Aufregung um Neonazis.

Weiter heißt es in dem Antwortschreiben, McFit stehe für Vielfalt, Toleranz und vor allem Sport. Jeder sei in den Studios willkommen - unabhängig von Herkunft, Geschlecht oder Religion. McFit betont: „Unsere Studios sind Heimat verschiedenster Kulturen und genau das macht uns aus.“(abr)