Braunschweig 

Braunschweig: Neonazi soll mit Fahrradschloss zugeschlagen haben – Todesdrohungen inklusive

Die Verhandlung gegen den 20-Jährigen findet am Amtsgericht Braunschweig statt. (Symbolbild)
Die Verhandlung gegen den 20-Jährigen findet am Amtsgericht Braunschweig statt. (Symbolbild)
Foto: imago/regios24

Braunschweig. Ein amtsbekannter Neonazi aus Braunschweig muss sich heute vor dem Amtsgericht verantworten. Dem 20-Jährigen wird unter anderem gefährliche Körperverletzung vorgeworfen.

Rechtsextremer in Braunschweig vor Gericht

In der Verhandlung geht es um insgesamt vier Straftaten, die der Mann laut Anklage in Braunschweig begangen haben soll:

  • Im Oktober 2018 soll er mit einem nicht wasserlöslichen Stift eine Hauswand bemalt haben.
  • Im April 2019 soll er auf dem Schlossvorplatz am Ritterbrunnen in Braunschweig zwei Personen beleidigt haben und körperlich handgreiflich geworden sein.
  • Im Mai 2019 soll er in der Nähe des Hagenmarkts in Braunschweig drei Passanten massiv beleidigt, bedroht und körperlich angegriffen haben. Hierbei soll er mit der Faust gegen den Kopf und mit einem Fahrradschloss gegen den Oberkörper eines Opfers geschlagen haben. Als die Personen flüchteten, soll der Neonazi ihnen noch üble Beleidigungen hinterhergerufen und gedroht haben, sie umzubringen.
  • Ebenfalls im Mai 2019 soll er in der Nähe des Inselwalls in Braunschweig erneut eine Person massiv beleidigt und sie bedroht haben, sie „abzustechen".

Ingesamt sieben Zeugen sind geladen.

Der Angeklagte war Mitglied der inzwischen aufgelösten Gruppe „Adrenalin Braunschweig“. Immer wieder wurde gegen den 20-Jährigen ermittelt. Zuletzt stand er am Rande des Christopher Street Days in Braunschweig im Fokus. (red)