Braunschweig 

Braunschweig: Neonazis vor Gericht – jetzt sind die Urteile gefallen

Die Verhandlung fand am Amtsgericht Braunschweig statt. (Symbolbild)
Die Verhandlung fand am Amtsgericht Braunschweig statt. (Symbolbild)
Foto: imago/regios24

Braunschweig. Urteil gegen einen Neonazi aus Braunschweig: Der 20-Jährige wurde am Freitag zu einer Jugendstrafe von acht Monaten verurteilt, die zur Bewährung ausgesetzt wurde.

Außerdem belegte die Richterin am Amtsgericht Braunschweig den Mann mit einem Dauerarrest von vier Wochen. „Die Strafe muss er allerdings nicht sofort antreten“, sagte ein Sprecher zu news38.de.

Neben der Bewährungsstrafe und dem Arrest bekam der 20-Jährige noch 150 Arbeitsstunden aufgebrummt. Wo er diese ableisten muss, ist noch unklar. Das Urteil ist auch noch nicht rechtskräftig.

Urteil am Amtsgericht Braunschweig gefallen

In der Verhandlung ging es um sechs Fälle von Körperverletzung, Bedrohung und Beleidigung. Unter anderem soll der Neonazi im vergangenen Mai in der Nähe des Hagenmarkts drei Passanten massiv beleidigt, bedroht und körperlich angegriffen haben.

Hierbei soll er mit der Faust gegen den Kopf und mit einem Fahrradschloss gegen den Oberkörper eines Opfers geschlagen haben. Als die Personen flüchteten, soll der 20-Jährige ihnen noch üble Beleidigungen hinterhergerufen und gedroht haben, sie umzubringen.

Der jetzt Verurteile hatte zu Prozessbeginn von „Hetzjagden“ gegen ihn gesprochen. „Seit Jahren werde ich von einer bestimmten Personengruppe terrorisiert“, sagte er laut „Braunschweiger Zeitung“.

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Der Mann war Mitglied der inzwischen aufgelösten Gruppe „Adrenalin Braunschweig“. Immer wieder wurde gegen den 20-Jährigen ermittelt. Zuletzt stand er am Rande des Christopher Street Days in Braunschweig im Fokus.

Kieferbruch in Cramme: Angeklagter freigesprochen

Auch der Prozess gegen einen anderen Neonazi aus Braunschweig ging am Freitag zu Ende: Der 27-Jährige wurde freigesprochen, berichtet unter anderem die „Wolfenbütteler Zeitung“.

Dem Mann, der noch zwei Bewährungsstrafen verbüßt, war vorgeworfen worden, einem jungen Mann in Cramme den Kiefer gebrochen zu haben. Dass der als „NO-Schläger“ bekannt gewordene Neonazi der Täter war, ließ sich aber nicht beweisen. Mehr zum Urteil liest du in der „Wolfenbütteler Zeitung“. (ck)