Braunschweig 

Neue Neonazi-Attacke gegen Janzen – „nun schlagen sie wild um sich“

Hunderte Aufkleber hatte die NPD-Jugend in Braunschweig angebracht - innerhalb kürzester Zeit verschwanden sie dann aber wieder.
Hunderte Aufkleber hatte die NPD-Jugend in Braunschweig angebracht - innerhalb kürzester Zeit verschwanden sie dann aber wieder.
Foto: Bündnis gegen Rechts

Braunschweig. Neonazis aus Braunschweig wollten dem „Bündnis gegen Rechts“ etwas den Spaß verderben – das hat aber nicht geklappt. Sie haben am Freitagabend Hunderte diffamierende Sticker der „Anti Antifa“ in Braunschweig aufgeklebt. Tatorte waren neben der Innenstadt das Westliche Ringgebiet, Lehndorf, die Hamburger Straße sowie der Hauptbahnhof.

Neonazis wettern in Braunschweig gegen David Janzen

Einmal mehr war auf den Aufklebern der Sprecher des „Bündnis gegen Rechts“ abgebildet - David Janzen. Die Neonazis bezeichnen ihn als Täter, der verantwortlich für Lügen, Hetze und Gewalt. Das „Bündnis gegen Rechts“ bekam von der Aktion mit, zumal Fotos der NPD/JN-Aktion in sozialen Netzwerken geteilt wurden. Auch der NPD feierte die Aktion.

Daraufhin entfernten mehrere Menschen die Aufkleber spontan. „Das Abreißen sei nicht koordiniert gewesen“, sagt Janzen zu news38.de. Unterschiedliche Leute hätten die Aktion mitbekommen und noch in der Nacht reagiert, bedankt er sich.

Das sagt David Janzen zu der Aktion

„Es läuft gerade eine regelrechte Kampagne der Neonazis gegen mich. Erst die Morddrohungen und jetzt erneut der Versuch, mit solchen Aufklebern mich unter Druck zu setzen und zu diffamieren“, so Janzen.

Natürlich sei es beängstigend, wenn man so stark im Fokus der militanten Neonazi-Szene stehe. Wenn man dann noch aus der Presse erfahre, dass gewaltbereite Neonazis in Niedersachsen auch legal über Schusswaffen verfügen, sei das sehr beunruhigend.

„Die Aktionen der Nazis gegen mich zeigen aber auch, dass die Arbeit des 'Bündnis gegen Rechts' und meine journalistischen Recherchen zu rechten Szene in der Region, diese offenbar so sehr stört, dass sie so nun so wild um sich schlagen“, sagt Janzen.

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Die Sticker-Aktion ist inzwischen auch ein Fall für die Polizei Braunschweig. Die Beamten prüfen die strafrechtliche Relevanz der Aktion. Ein Sprecher sagte news38.de, dass es dabei unter anderem um Sachbeschädigung, aber auch um Verleumdung geht.

Am Samstag feierte das „Bündnis gegen Rechts“ in Braunschweig sein 20-jähriges Bestehen. Neben einer bunten Demo durch die Stadt sowie Reden und Livemusik setzten die Teilnehmer einmal mehr ein klares Signal für Solidarität und gegen Hass. (red)