Braunschweig 

Fridays for Future in Braunschweig: Klimastreik! City wird dicht gemacht

Fridays For Future DE
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Braunschweig. Am Freitag demonstrierten auch in Braunschweig hunderte Teilnehmer für Fridays for Future. Die Demo war gleichzeitig der Auftakt zur Klimawoche in Braunschweig.

Und wegen der Fridays for Future-Demo änderte sich in der Zeit der Demo einiges an den Bus- und Bahnfahrplänen.

Fridays for Future - Klimastreik in Braunschweig:

  • 10.00 - 11.15 Uhr: Schlossplatz: Musik, Kundgebung und Orga
  • 11.15 - 12.15 Uhr: Demozug
  • 12.15 - 12.45 Uhr: Kohlmarkt: Zwischenkundgebung
  • 12.45 - 13.45 Uhr: Demozug + Möglichkeit für Menschen, die nicht gut zu Fuß sind, am Hagenmarkt zu verweilen, bis der Demozug wieder kommt
  • 13.45 - 15.00 Uhr: Schlossplatz: Ankunft, Musik und Kundgebung

Und das wiederum wird sich natürlich auch auf den Auto-, Bus- und Stadtbahnverkehr aus. Die Braunschweiger Verkehrs-GmbH teilte daher im Vorfeld mit, was du alles beachten musst.

Busse in Braunschweig fahren anders

In der Zeit von ca. 11.15 bis ca. 15.00 Uhr umfahren die Busse der Linien 411, 413, 416, 418, 422, 443 in beiden Richtungen die City über Güldenstraße, Friedrich-Wilhelm-Straße und Waisenhausdamm, Bohlweg, Georg-Eckert-Straße, Kastanienallee und Altewiekring.

Die Bushaltestelle „Rathaus" wird in beiden Fahrtrichtungen an die Haltestelle „Schloss" in Höhe der Stadtbahnhaltestelle verlegt. Hier erfolgt auch der Übergang zu der Stadtbahn.

Außerdem können die Haltestellen "Altstadtmarkt", "Münzstraße", "Staatstheater", "Kasernenstraße" und "Jasperallee, (411), "Packhof", Hintern Brüdern" sowie "Güldenstraße" (413) und "Südstraße" (413) in dieser Zeit nicht bedient werden.

Die Regiobuslinien 450, 480 und 560 fahren vom Radeklint über Güldenstraße zum Europaplatz, End- und Starthaltestelle, und zurück über die gleiche Strecke.

Die Regiobuslinie 420 verkehrt in der Zeit zwischen Wolfenbüttel Bahnhof und Hauptbahnhof Braunschweig. Fahrgäste werden gebeten, zwischen Rathaus und Hauptbahnhof die Straßenbahnlinien 1 und 5 zu nutzen.

Die Stadtbahnbahnlinien fahren auf den regulären Linienwegen. Es kann aber zu Einschränkungen und Verzögerungen kommen. >> Hier findest du alle Live-Infos.

Interventionistische Linke kündigt „radikale Aktionen“ an

Unterdessen hat die Interventionistische Linke (IL) für Freitag „Verkehrsblockaden und radikale Aktionen“ angekündigt, unter anderem auch in Hannover.

Nach Angaben der Polizeidirektion Hannover wurden alle sechs Demonstrationszüge in Hannover von der Fridays-for-Future-Bewegung angemeldet. Lediglich eine der im Zusammenhang mit den Umzügen benannten Personen sei der Interventionistischen Linken zuzuordnen, sagte eine Polizeisprecherin der Deutschen Presse-Agentur.

Im Vorfeld hatte das Hamburger Landesamt für Verfassungsschutz vor linksextremistischen Aktionen gewarnt und explizit die IL genannt.

Kapern Autonome den Schülerprotest?

Die Gruppe habe mehrfach versucht, im Fahrwasser der Fridays-for-Future-Proteste das Thema Klimaschutz für sich zu instrumentalisieren. Es gehe „um den Anschluss und die "Scharnierfunktion" linksextremistischer Gruppen an das bürgerliche Spektrum, um dieses anschließend zu radikalisieren“.

Verfassungsschutz: IL für G20-Krawalle mitverantwortlich

Aus Sicht des Dienstes war die Interventionistische Linke maßgeblich daran beteiligt, gewaltbereite Linksextremisten aus dem In- und Ausland für die G20-Proteste 2017 in Hamburg zu mobilisieren.

Vor diesem Hintergrund geriet auch Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD) wegen seiner angekündigten Teilnahme an dem Protest in die Kritik. Lies verteidigte seine Teilnahme.

„Der Weltklimatag ist jetzt nicht mehr nur Fridays for Future und junge Menschen, sondern er zeigt, dass der Klimaschutz in allen gesellschaftlichen Gruppen angekommen ist, und das ist mir wichtig, dass ich mich auch klar dazu bekenne“, sagte der Minister. „Deswegen mache ich mit.“

Pistorius gibt Lies Rückendeckung

Rückendeckung erhielt er von Innenminister Boris Pistorius (SPD). Lies werde sich sicher nicht bei den Extremisten einreihen. Es diskreditiere die Veranstalter der Proteste nicht insgesamt, wenn bei einem Demonstrationszug Unterstützer der linken Gruppe mitliefen.

Die Gruppe verwahrte sich gegen eine „Diffamierung“ durch den Verfassungsschutz. „Wir schützen das Klima. Dafür werden wir uns nicht rechtfertigen“, erklärte Emily Laquer von der Hamburger IL.

Fridays for Future mit globalem Klimastreik

Fridays for Future hat für Freitag Proteste in mehr als 2.600 Städten in mehr als 150 Staaten angekündigt.

Aktivistin Luisa Neubauer hatte erklärt, zivilen Ungehorsam als Aktionsform für legitim zu erachten.

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Mehr zum Thema:

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„Druck auf Politik erhöhen“

„Wir brauchen ein breites Spektrum an Aktionen, um den Druck auf die Politik zu erhöhen“, sagte sie bei einem Streitgespräch mit dem Grünen-Politiker Ralf Fücks in der Wochenzeitung „Die Zeit“. Angesprochen worden war sie auf Aktionen der Gruppe Extinction Rebellion.

Eine Abifahrt sorgte kürzlich für Riesenärger. Schüler, die zuvor für Fridays for Future auf die Straße gegangen waren, wollten eine Kreuzfahrt buchen. Lies hier mehr. (ck mit dpa)