Braunschweig 

Altes Fachwerkhaus in Braunschweig: Tut sich jetzt endlich was im Magniviertel?

Das Haus wurde 1432 in Braunschweig errichtet. Ein renommierter Bauhistoriker geht davon aus, dass es sich um das älteste datierte Fachwerkhaus Norddeutschlands, wahrscheinlich sogar ganz Deutschlands handeln könnte.
Das Haus wurde 1432 in Braunschweig errichtet. Ein renommierter Bauhistoriker geht davon aus, dass es sich um das älteste datierte Fachwerkhaus Norddeutschlands, wahrscheinlich sogar ganz Deutschlands handeln könnte.
Foto: Christopher Kulling

Braunschweig. Eigentlich ist es die Perle des Magniviertels in Braunschweig. Und das älteste Fachwerkhaus der Löwenstadt. Aber seit sechs Jahren steht das Gebäude leer. Nichts tut sich. Vielen Braunschweigern blutet deswegen das Herz, zumal das baufällige Fachwerkhaus mehr und mehr verkommt.

Braunschweig: Was wird aus dem Fachwerkhaus am Ackerhof?

Allerdings kommt jetzt offenbar Bewegung in die Sanierung des Hauses – wenn auch nur langsam. Die Firma Borek Immobilien hat als Eigentümerin für ihr Gebäude Ackerhof Nr. 2 einen Bauantrag bei der Stadt Braunschweig eingereicht. „Dazu befinden wir uns in Abstimmung mit dem Antragsteller beziehungsweise Eigentümer“, teilte Stadtsprecher Adrian Foitzik news38.de mit.

Eigentümer: „Symbol für das alte Braunschweig“

„Das Gebäude ist für die Stadt von großem identitätsstiftenden Wert“, so Borek-Prokurist Patrick Mehr. Das Fachwerkhaus habe den Zweiten Weltkrieg nahezu unbeschadet überstanden und sei ein Symbol für das alte Braunschweig.

„Wir alle haben großes Interesse, dass am Ende aller Bemühungen ein positives Ergebnis für Braunschweig herauskommt“, so Mehr.

Demnach werden aktuell gemeinsam mit der Stadt und dem Referat für Denkmalschutz noch Details für das Sanierungskonzept für das Gebäude im Magniviertel erarbeitet. „Klar ist, dass für das Haus eine adäquate und dem Umfeld angemessene Nutzung entwickelt werden und realisiert werden muss“, meint Mehr.

Kernbau kann erhalten beziehungsweise rekonstruiert werden

Anders gesagt: Es ist weder klar, was aus dem Fachwerkhaus wird – noch, wann die Sanierung endlich losgehen kann. Letzteres hängt laut Borek Immobilien von der Klärung der Details und dann von der Baugenehmigung der Stadt ab. Mietinteressenten gibt es offenbar jedenfalls.

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Eine umfangreiche bautechnische Prüfung des Hauses habe bereits stattgefunden. Die Ergebnisse seien entsprechend in den Bauantrag eingeflossen. Demnach haben bauhistorische Analysen ergeben, dass der Kernbau in Teilen noch erhalten beziehungsweise rekonstruierbar ist. (ck)