Braunschweig 

Real Braunschweig: Mann parkt – und ist jetzt stinksauer! „Dieser Laden sieht mich nie wieder!!!“

Auf dem Parkplatz einer Real-Filiale in Braunschweig hat sich mächtig Ärger aufgestaut. (Symbolbild)
Auf dem Parkplatz einer Real-Filiale in Braunschweig hat sich mächtig Ärger aufgestaut. (Symbolbild)
Foto: dpa

Braunschweig. Ein Mann ist in Braunschweig zu einer Real-Filiale gefahren und hat dort sein Auto geparkt. Doch was er dort erlebte, macht ihn stinksauer.„Dreiste Abzocke“, schimpft er in einer Facebook-Gruppe. „Der Laden sieht mich nie wieder!!“

Viele Nutzer geben dem Mann recht: „Total heftig“, „Die haben sie nicht mehr alle“, stimmen einige in den Kommentaren zu. Als eine „Frechtheit“ bezeichnet ein Mann den Vorfall vom Real-Parkplatz, den der Nutzer auf Facebook publik machte.

Doch Viele haben auch gar kein Verständnis für seine Wut: „Selbst Schuld“, „Sollte man doch langsam wissen!“.

Parkplatz-Wut in Braunschweig: Real lässt Knöllchen verteilen

Die Diskussion ist hitzig und kontrovers. Sie ist entflammt, weil ein Mann am Donnerstag vor dem Real-Markt in der Hamburger Straße geparkt hat – und am Ende 25 Euro dafür zahlen sollte. Er hatte keine Parkscheibe ins Auto gelegt.

Zwanzig Minuten sei er nur weg gewesen und als er zu seinem Auto ging, hing da schon das Ticket, ärgert sich der Autofahrer und fragt, ob jemand gleiche Erfahrung gemacht habe.

Tatsächlich finden sich da einige. Und noch mehr, die nicht verstehen, wo denn überhaupt das Problem liegt. Denn an dem Parkplatz vor dem Real-Markt seien eindeutige Schilder angebracht, die darauf hinweisen, dass eine Parkscheibe benutzt werden muss – sonst droht eine Strafe.

Supermarkt-Parkplatz in privaten Händen: Das sind die Regeln

„Das ist die private Parkfläche des Pächters, also kann er damit theoretisch machen, was er möchte“, erklärt ein ADAC-Sprecher.

Grundsätzlich muss an dem betreffenden Parkplatz ein Schild mit den allgemeinen Geschäftsbedingungen stehen, zu welchen der Nutzer dort parken kann.

Darauf muss nach Angaben des ADAC auch stehen, was Verstöße kosten. Verstöße könnten zum Beispiel sein – kein Parkschein, keine Parkscheibe, Zeit überzogen.

Wenn derjenige, der den Parkplatz nutzt, gegen eine dieser Sachen verstößt, so begeht er laut ADAC Vertragsbruch. Denn derjenige, der sein Auto zum Beispiel auf einen Supermarktparkplatz abstellt, schließt einen Vertrag mit dem privaten Grundbesitzer ab.

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Real-Parkplatz in Braunschweig: Diesen Tipp haben Nutzer

Viele Supermärkte würden Firmen beauftragen, die den Parkplatz überwachen würden. Diese Parkraumbewirtschafter könnten demnach auch Verstöße mit privaten Knöllchen ahnden.

Ein Tipp, den die Kommentatoren immer wieder anbringen, wenn man in dem entsprechenden Supermarkt auch einkaufen war: Kassenbon aufheben, bei den Parkraumwächtern einreichen und auf Kulanz hoffen. Und beim nächsten Mal natürlich die Parkscheibe benutzen. (abr, aj)