Braunschweig 

Braunschweig: Wende im Hanfbar-Prozess – „Wir befinden uns nicht im Gefängnis!“

Die Hanfbar-Betreiber Marcel Kaine (links) und Bardia Hatefi während des Prozessauftaktes am Donnerstag im Saal 141 des Landgerichts in Braunschweig.
Die Hanfbar-Betreiber Marcel Kaine (links) und Bardia Hatefi während des Prozessauftaktes am Donnerstag im Saal 141 des Landgerichts in Braunschweig.
Foto: Florian Kleinschmidt/BestPixels.de

Braunschweig. Ein schnelles Ende ist wohl doch nicht in Sicht! Am Landgericht Braunschweig ist das Urteil gegen die beiden Betreiber der Hanfbar überraschend vertagt worden.

Der Grund: Die Verteidiger haben neue Anträge eingereicht, über die die Kammer nach umfassender Prüfung entscheiden wird. Damit dürfte sich der Hanfbar-Prozess in Braunschweig noch etwas hinziehen.

Braunschweig: Hanfbar-Betreiber vor Gericht

Am kommenden Mittwoch wird es einen weiteren Verhandlungstermin am Landgericht geben. Dann soll es mehr Details zum weiteren Ablauf des Prozesses geben. Zuerst hatte die „Braunschweiger Zeitung“ über die Verschiebung des Urteils berichtet.

Die Hanfbar-Betreiber Marcel Kaine und Bardia Hatefi stehen wegen unerlaubten Handels mit Betäubungsmitteln vor Gericht.

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig wirft ihnen vor, unverarbeitete Cannabis-Pflanzen als „Hanfblütentee“ verkauft zu haben – in großem und sich finanziell lohnendem Umfang.

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Nach der Entscheidung am Donnerstag veröffentlichten Marcel und Bardia ein Facebook-Video. „Wir befinden uns nicht im Gefängnis, sondern in unserem Lager, wo ganz viele böse Hanfprodukte darauf warten verzehrt zu werden“, heißt es da unter anderem.

Marcel und Bardia hatten auch gegenüber news38.de stets betont, dass ihr Tee aus Hanfblüten extrem wenig von dem berauschenden Wirkstoff THC enthalte.

Ähnliche Produkte gebe es auch in jedem Bioladen oder Reformhäusern. (ck)