Braunschweig 

Braunschweig: Anklage nach Brand in der Hochstraße – die Hintergründe machen sprachlos

Brand in der Hochstraße

Heftige Rauchschwaden ziehen über die Straße.

Beschreibung anzeigen

Braunschweig. Der verheerende Hausbrand in der Hochstraße in Braunschweig hat ein juristisches Nachspiel. Ein Mann muss sich ab dem 26. November vor dem Landgericht verantworten. Die Ankläger werfen dem 41-Jährigen schwere Brandstiftung vor.

Der Angeklagte soll im Januar 2018 in einem dreistöckigen Mehrfamilienhaus in der Hochstraße einen Brand gelegt haben. Demnach soll er erst Benzin im hölzernen Treppenhaus ausgeschüttet und dann eine Plastiktüte mit benzingetränktem Papier angezündet haben.

Heftige Explosion bei Brand in Braunschweig

Nach einer unerwartet heftigen Explosion habe sich das Feuer schnell ausgebreitet, das komplette Haus brannte nieder.

Großbrand in der Hochstraße
Großbrand in der Hochstraße

Die Feuerwehr war stundenlang im Einsatz, zunächst waren auch noch Menschen in dem brennenden Haus vermutet worden.

Eigentümer soll Auftrag gegeben haben

Das Besondere an dem Fall ist, dass die Ermittler vermuten, dass der 41-jährige Angeklagte im Auftrag des Haus-Eigentümers handelte.

Dieser habe auf dem Grundstück einen bereits geplanten Neubau errichten wollen.

+++ Feuer in der Hochstraße: 10.000 Euro für Hinweise +++

Außerdem habe der Besitzer durch den Brand einen nicht räumungswilligen Mieter aus dem Haus vertreiben wollen, so die Annahme.

Neben dem Angeklagten soll es noch einen Mittäter geben, allerdings blieb dieser bislang unbekannt.

------------------

Mehr von uns:

------------------

Der Gebäudeschaden beläuft sich auf etwa 350.000 Euro. Es hatte Monate gedauert, bis die Ruine abgerissen wurde.

+++ Ruine in der Hochstraße abgerissen – aber nicht alles läuft nach Plan +++

Für den Prozess sind vier Verhandlungstage angesetzt, ein Urteil könnte am 16. Dezember fallen. (ck)