Braunschweig 

Geldautomat in Wolfenbüttel fliegt in die Luft – jetzt muss ein Mann dafür büßen

Beamte der Spurensicherung im April 2018 vor der Commerzbank-Filiale in Wolfenbüttel.
Beamte der Spurensicherung im April 2018 vor der Commerzbank-Filiale in Wolfenbüttel.
Foto: Jörg Koglin

Braunschweig/Wolfenbüttel. Im April 2018 fliegt ein Geldautomat in Wolfenbüttel in die Luft. Eine Bande erbeutet 340.000 Euro. Jetzt wurde ein Helfer in Braunschweig verurteilt. Er soll in den Knast.

Der 29 Jahre alte Niederländer soll bei der Sprengung geholfen haben. Wegen Beihilfe zum Diebstahl und zur Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion verhängte das Landgericht Braunschweig am Montag eine Strafe von zwei Jahren und acht Monaten gegen den Mann.

Geldautomat in Wolfenbüttel explodiert

Nach Auffassung des Gerichts präparierte der Verurteilte im April 2018 Gasschläuche mit Isolierklebeband so, dass die Geldbehälter bei der Sprengung des Automaten nicht beschädigt wurden.

+++ Zugriff in Holland: Geldautomaten-Sprenger von Wolfenbüttel gefasst +++

Auf die Spur des 29-Jährigen kamen die Ermittler mit DNA, die an Klebeband am Tatort gefunden worden war. >> Diesmal Wolfenbüttel: Unbekannte sprengen Geldautomaten

Das Urteil ist nicht rechtskräftig und der Verteidiger kündigte an, Revision für seinen Mandanten einzulegen. Nach Angaben seines Anwalts befindet sich der 29-Jährige auf dem Weg in die Niederlande. Der Haftbefehl sei am Montag aufgehoben worden.

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Erst bei einer rechtskräftigen Verurteilung müsste er die verbleibende Gefängnisstrafe antreten. Die Auslieferungshaft und die Zeit in U-Haft würden ihm dabei angerechnet werden.

Bilder vom Tatort:

Die Staatsanwaltschaft hatte vier Jahre Gefängnis gefordert, der Verteidiger auf Freispruch plädiert. (dpa/ck)