Braunschweig 

AfD-Bundesparteitag: Mysteriöses Schreiben aufgetaucht – so konsequent reagiert die Stadt Braunschweig

Vor dem AfD-Bundesparteitag ist ein gefälschtes Schreiben aufgetaucht. Die Stadt Braunschweig hat bereits reagiert. (Symbolbild)
Vor dem AfD-Bundesparteitag ist ein gefälschtes Schreiben aufgetaucht. Die Stadt Braunschweig hat bereits reagiert. (Symbolbild)
Foto: imago images / Reichwein

Braunschweig. Knapp drei Wochen vor dem AfD-Bundesparteitag in Braunschweig ist ein gefälschtes Schreiben rund um die VW-Halle aufgetaucht. Gleich mehrere news38.de-Leser schickten uns Fotos von ihrer Post.

Den Zettel hätten sie in ihrem Briefkasten gefunden, wahrscheinlich sei er nachts verteilt worden. Das Schreiben soll hoch offiziell wirken – aber schon beim Lesen fällt auf: Das kann nicht echt sein! Es nicht nicht nur schief gedruckt, sondern auch voller Rechtschreibfehler.

Vor AfD-Parteitag: Fake-Brief in Braunschweig aufgetaucht

Inhaltlich geht es darum, auf Provokationen während des AfD-Bundesparteitags zu verzichten. Um Konflikte zu vermeiden, solle man unter anderem keine linken Parolen rufen oder keine dem linken Spektrum zuzuordnenden Symbole tragen.

Absurde Empfehlungen

In dem Fake-Schreiben wird auch empfohlen, keine Kopftücher oder „andere nicht christliche religiöse Symbole" zu tragen.

Und: Man solle auch nicht zeigen, dass man zum Beispiel homosexuell ist – also nicht „traditionell heterosexuell“ lebt.

Stadt Braunschweig erstattet Strafanzeige

Die Stadt Braunschweig hat inzwischen reagiert: „Bei diesen Schreiben handelt es sich um Fälschungen. Die Stadt Braunschweig hat Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet“, heißt es am Dienstagvormittag.

Wer für das Schreiben verantwortlich ist, ist noch völlig unklar.

AfD-Bundesparteitag am ersten Adventswochenende

Der AfD-Bundesparteitag soll am 30. November und 1. Dezember über die Bühne gehen. An dem Wochenende werden laut AfD bis zu 600 Delegierte in Braunschweig erwartet.

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Mehr zum Thema:

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Seit Wochen richtet sich Widerstand gegen den Parteitag in Braunschweig. Ein breites Bündnis hat Protest angekündigt.

Tausende Menschen werden erwartet, darunter auch der NS-Überlebende Sally Perel und der Braunschweiger Sänger Bosse. (red)