Braunschweig 

AfD-Parteitag in Braunschweig: Linksextreme rufen zum Angriff auf – so drastisch reagiert die Polizei

Die Polizei Braunschweig rechnet mit mehr als 500 gewaltbereiten Linksextremisten, die den AfD-Bundesparteitag stören wollen. (Archivbild)
Die Polizei Braunschweig rechnet mit mehr als 500 gewaltbereiten Linksextremisten, die den AfD-Bundesparteitag stören wollen. (Archivbild)
Foto: dpa

Braunschweig. Der AfD-Bundesparteitag in der Volkswagen-Halle rückt näher. Die Polizei Braunschweig bereitet sich seit Monaten auf den großen und schwierigen Einsatz vor.

Ein Fokus der Beamten liegt dabei auf den Linksextremisten, die den AfD-Parteitag mit Blockaden verhindern wollen – und dabei laut Ankündigung auch nicht vor Gewalt zurückschrecken.

Antifa will AfD-Parteitag in Braunschweig blockieren

„Verhindern, blockieren, angreifen“ heißt der entsprechende Aufruf der Antifa. Die Polizei Braunschweig rechnet mit einer „sicherlich nennenswerte Größe von Gruppen aus dem linksextremen Spektrum“.

Es dürften wohl mehr als 500 Gewaltbereite sein, so Einsatzleiter Roger Fladung gegenüber der „Braunschweiger Zeitung“. Deshalb würden auch Wasserwerfer einsatzbereit sein.

Polizei Braunschweig vor komplexem Einsatz

Konkreter will die Polizei nicht werden; auch, was die Zahl der Einsatzkräfte angeht. Sicher werden mehr als Tausend Polizisten für Sicherheit sorgen. Aber: Die Lage sei noch dynamisch. „Wir beziehen die täglichen Entwicklungen in unsere Planungen mit ein“, sagte Polizeisprecherin Carolin Scherf zu news38.de.

Tausende Menschen zur friedlichen Gegendemo erwartet

Erwartet werden in Braunschweig bis zu 12.000 Gegendemonstranten.Die allermeisten von ihnen wollen friedlich gegen die rechtspopulistische AfD demonstrieren.

Unter ihnen werden auch der Holocaust-Überlebende Sally Perel sowie VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh und der Braunschweiger Sänger Bosse sein.

„Unsere Aufträge sind es, den Zutritt zum Bundesparteitag einer Partei, aber auch den Gegendemonstranten ihr Recht auf Versammlungsfreiheit zu gewährleisten“, so Polizeisprecherin Carolin Scherf.

Erfahrungen aus bisherigen AfD-Parteitagen

Dabei beziehe die Polizei Braunschweig die Erfahrungen aus den zurückliegenden Parteitagen der AfD in ihre Überlegungen und Einsatzkonzeption mit ein.

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„Natürlich werden wir bereits im Vorfeld ein Auge darauf haben, wer nach Braunschweig kommt und werden, je näher der Parteitag rückt, präsenter sein“, so Scherf.

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Gegenüber dem RND sagte die Polizei: „Rechts- als auch linksextremistische Personen oder Gruppen erfahren eine besondere Aufmerksamkeit“.

So solle das Aufeinandertreffen gewaltbereiter Personen verhindert werden. Anmeldungen oder Aufrufe aus der Neonazi-Szene gebe es bisher nicht. (red)