Braunschweig 

Braunschweig: Wird dieses nützliche Gartengerät bald verboten?

Die Stadt Braunschweig könnte bald ein Verbot verhängen, was vielen Hobbygärtner eine Menge Arbeit bereitet.
Die Stadt Braunschweig könnte bald ein Verbot verhängen, was vielen Hobbygärtner eine Menge Arbeit bereitet.
Foto: Nestor Bachmann/dpa, Hyundai/dpa, 

Braunschweig. Das Gerät ist einfach unheimlich praktisch und aus vielen Haushalten kaum wegzudenken. Aber vor allem ist auch laut, lästig und ökologisch sehr bedenklich. Und eben deshalb wollen Bürger aus Braunschweig den nützlichen Helfer von Haus, Hof und Garten verbannen – und zwar in der gesamten Stadt.

Laubbläser-Verbot in Braunschweig? Stadt soll tätig werden

Braunschweig wäre damit die erste, die in Deutschland Laubbläser verbieten würde. Jetzt brachte die Bürgerinitiative „Bibs“ das Gerät auf die Agenda der Stadtverwaltung. Das berichtet die Braunschweiger Zeitung.

Demnach soll nächste Woche der Planungs- und Umweltausschuss über das Laubbläser-Verbot diskutieren.

Anstoß dafür gab eine Kleine Anfrage der Grünen in Berlin. Demzufolge rät das Bundesumweltministerium nämlich von dem Gebrauch von Laubbläsern ab – zumindest im privaten Bereich.

Laubbläser: Deshalb sind sie eine Gefahr für die Natur

„In der Streuschicht am Boden leben zahlreiche Kleintiere, wie Würmer, Insekten, Spinnen oder auch Kleinsäuger, die durch das Entfernen des Laubes den Lebensraum und die Nahrungsgrundlage verlieren können“, heißt es in der Antwort des Umweltministeriums auf eine Kleine Anfrage der Grünen.

„Bei der Verwendung eines Laubsaugers kann auch von tödlichen Auswirkungen auf die im Laub befindlichen Insekten ausgegangen werden.“

Dies könne auch Auswirkungen„auf Vögel haben, die in der Laubschicht nach Kleinsttieren als Nahrung suchen“.

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Laubbläser: Auch eine Gefahr für die Gesundheit

Das Ministerium wies dem Bericht zufolge auch auf gesundheitliche Bedenken etwa durch aufgewirbelte Bodenbakterien hin.

In der Antwort wird demnach empfohlen, „diese Geräte im privaten Bereich gar nicht und im öffentlichen Bereich nur zu verwenden, wenn der Einsatz unverzichtbar ist“. Außerdem solle man dann lieber zu Geräten greifen, die durch einen leisen Elektro-Motor angetrieben werden anstatt einem lauten Verbrennungsmotor, der handelsüblich einen Lärm zwischen 65 bis zu 90 Dezibel veranstalten kann.

An Wochentagen dürfen sie deshalb sowieso nur zwischen 9 und 13 Uhr sowie zwischen 15 und 17 Uhr zum Einsatz kommen, so die Braunschweiger Zeitung.

Braunschweig will über Laubblase-Verbot diskutieren

Die Bundesregierung hält ein Verbot von Laubbläsern aus europa- und wettbewerbsrechtlichen Gründen nicht für möglich und legt die Verantwortung über konkrete Bestimmungen in die Hände der Länder und Kommunen.

Deswegen fordert die Bürgerinitiative nun, dass die Stadt entsprechend entscheidet. (aj)