Braunschweig 

Braunschweig: Tödlicher Kneipenstreit im D-Zug– 26-Jähriger vor Gericht

Ein Mann hat in der Kneipe „D-Zug“ in Braunschweig im vergangenen Sommer eine Frau niedergestochen.
Ein Mann hat in der Kneipe „D-Zug“ in Braunschweig im vergangenen Sommer eine Frau niedergestochen.
Foto: news38.de

Braunschweig. Es sind furchtbare Szenen, die sich am 5. Juli des vergangenen Jahres in Braunschweig ereignet haben: Ein Streit in der Bar „D-Zug“ im Rotlichtviertel endete für eine 60-Jährige tödlich.

Am Montag begann am Landgericht Braunschweig der Prozess gegen einen 26-Jährigen, dem vorgeworfen wird, die Frau getötet zu haben. Der mutmaßliche Täter und das Opfer waren am Tattag gegen 16.20 Uhr in Streit geraten.

Braunschweig: Mann sticht Frau (60) nieder – tot!

Wie die „Braunschweiger Zeitung“ berichtet, habe die Frau von einem Bekannten (80) 20 Euro in bar sowie dessen Hausschlüssel bekommen. Als der Tatverdächtige bemerkte, dass die beiden zu dem 80-Jährigen nach Hause fahren wollten, eskalierte die Situation.

Weil der 26-Jährige den Senioren vor der Frau warnte, stellte sie ihn zur Rede, es kam zu Handgreiflichkeiten. Beide stürzten zu Boden, bevor die Frau zu ihrem Platz zurückging. Später wurde eine Stichverletzung festgestellt, an der die Frau später verstarb: Das Messer sei durch den Herzbeutel und die rechte Kammerwand ins Herz des Opfers gegangen, die 60-Jährige an einer Herzbeutel-Tamponade verstorben.

------------------

Mehr aus Braunschweig:

------------------

Frau stirbt nach Messer-Angriff in Kneipe

Der Messerstich sei durch den Herzbeutel und die rechte Kammerwand direkt in das Herz des Opfers gegangen, heißt es in der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft.

Nach der Tat habe der Beschuldigte die Gaststätte verlassen und sei geflüchtet. Das Messer habe er in eine Hecke geworfen.

+++ Hanfbar-Prozess in Braunschweig: Das fordern Staatsanwaltschaft und Verteidigung +++

Aufgrund einer krankhaften seelischen Störung geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass der Beschuldigte nicht schuldfähig ist. Die Staatsanwaltschaft strebt daher die Unterbringung des Beschuldigten in einem psychiatrischen Krankenhaus an.

Vor der großen Kammer des Landgerichts Braunschweig begann am Montag der Prozess gegen den Beschuldigten. (fn/cs)