Braunschweig 

Greta Thunberg: Braunschweiger Bischof mit kuriosem Vergleich – „Moderne ...“

Greta Thunberg.
Greta Thunberg.
Foto: imago images / Pacific Press Agency

Braunschweig. Greta Thunberg: Keine 17-Jährige polarisiert wie sie. Einer, der findet, dass die Schwedin etwas ganz Besonderes ist: der Braunschweiger Landesbischof Christoph Meyns.

Er sieht in Greta Thunberg eine moderne prophetische Gestalt. Sie lasse sich nicht von den Mächtigen einschüchtern und bleibe dabei wahrhaftig. Thunberg erinnere ihn an das unschuldige Kind im Märchen „Des Kaisers neue Kleider“. Dies habe sich getraut, die Wahrheit zu sagen und damit die bequemen Lebenslügen der Menschen durchbrochen, sagte Meyns im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Greta Thunberg: Moderne prophetische Gestalt

Auch Propheten des Alten Testaments und Menschen wie Martin Luther King hätten mit ihren Mahnungen immer wieder zu neuen sozialen Bewegungen und einem Umdenken in der Gesellschaft geführt. Zugleich warnte der Landesbischof vor zu hohen Erwartungen: „Wir brauchen Greta und wir brauchen Fridays-for-Future, aber wir brauchen auch ein Umweltschutzministerium und die mühsamen Aushandlungsprozesse.“

Nur durch den Druck der Fridays-for-Future-Bewegung sei das Klimapaket der Bundesregierung verabschiedet worden. „Ich würde den jungen Menschen immer Mut machen, dranzubleiben.“ Er könne verstehen, dass die Jugendlichen ungeduldig seien, da das Paket nicht alle Forderungen aufgegriffen habe.

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Braunschweiger Landesbischof: „Industriegesellschaft stößt an Grenzen“

„Das mag zunächst bescheiden klingen und kann auch wirklich nur ein Anfang sein.“ Die komplexen politischen Prozesse ließen sich jedoch nicht in einem Jahr Fridays-for-Future ändern.

„Wir stehen vor riesigen Transformationsprozessen“, sagte Meyns. Themen wie Nachhaltigkeit und Klimaschutz müssten jetzt angepackt werden. Die klassische Industriegesellschaft mit ihrer Verbrennung fossiler Brennstoffe stoße an ihre Grenzen. Anders als die sozialen Fragen der Industrialisierung lasse sich die ökologische Frage nur global lösen. Und dies sei in der gegenwärtigen weltpolitischen Situation schwierig.

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Evangelische Kirche spart Energie ein

In der Bewahrung der Schöpfung sieht der Bischof ein gemeinsames Ziel mit Fridays-for-Future. „Wichtig ist, dass wir jetzt auch selbst unseren Teil dazu beitragen und unsere Hausaufgaben erledigen.“ Die evangelische Landeskirche werde daher die energetische Sanierung ihrer Gebäude vorantreiben.

Probeweise nutze die Kirche bereits einige Elektro-Fahrzeuge und baue Gemeinderäume in Kirchen ein, um Energie einzusparen. Im Wolfenbütteler Landeskirchenamt werde seit Jahren Ökostrom genutzt. „Das wird alles ein mühsamer Prozess, den wir ehrlicherweise schon vor Jahrzehnten hätten beginnen müssen.“ (dpa/cs)