Braunschweig 

Braunschweig: Tödliches Tauben-Virus – SO erkennst du die betroffenen Tiere

Ein tödliches Tauben-Virus hat seit Mitte November 2019 vermutlich mehr als 200 Tauben in Brauschweig das Leben gekostet. Wir sagen dir, was du jetzt wissen musst. (Symbolbild)
Ein tödliches Tauben-Virus hat seit Mitte November 2019 vermutlich mehr als 200 Tauben in Brauschweig das Leben gekostet. Wir sagen dir, was du jetzt wissen musst. (Symbolbild)
Foto: dpa/Fabian Strauch

Braunschweig. Mehr als 200 tote Tauben – das ist die traurige Bilanz seit Mitte November in Braunschweig.

Lange standen Stadt und Tierheime vor einem Rätsel. Eine pathologische Untersuchung dreier Tauben an der Tierärztlichen Hochschule Hannover sollte dann jedoch Aufklärung schaffen: Die Tiere aus Braunschweig wurden positiv auf Paramyxovirose (PMV) getestet.

Doch was ist dieses tödliche Tauben-Virus eigentlich? Und ist es gefährlich für andere Tiere oder Menschen? Wir verraten dir, was du alles über das Virus wissen musst.

Braunschweig: Tödliches Tauben-Virus in der Stadt

Das ist Paramyxovirose (PMV):

  • nicht heilbare Viruserkrankung von Tauben und anderen Hühnervögeln
  • Sterblichkeitsrate liegt bei 80 Prozent
  • für Geflügel besteht Impfpflicht, für Tauben nicht
  • Virus kann in Kadavern mehrere Wochen infektiös bleiben und dadurch weitere Tauben infizieren
  • Inkubationszeit: drei bis zehn Tage

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Für Menschen und andere Tiere – außer Geflügel – ist dieses Virus nicht ansteckend. Wenn du eine infizierte oder tote Taube in der Stadt siehst, rufst du am besten die Feuerwehr. Die kann sich dann im die Entsorgung der Kadaver kümmern, darum andere Tiere sich nicht infizieren.

Kranke Tiere können verhungern

Wenn du kranke oder schwache Tiere siehst, kannst du die Tierrettung des Tierschutzes Braunschweig anrufen.

Daran erkennst du infizierte Tauben:

  • Tauben sind drei bis fünf Tage nach der Infektion vermehrt schreckhaft und zeigen Koordinationsprobleme: Stolpern, gegen Wände laufen
  • da die Nieren von dem Virus befallen werden, können diese anschwellen und Druck auf die Bein-Nerven ausüben, deshalb können infizierte Tauben nach etwa 14 Tagen beispielsweise Lähmungen in den Beinen oder den Flügeln haben
  • schiefe Haltung des Kopfes
  • Drehbewegungen des Kopfes
  • Koordinationsstörungen und Überschläge bis hin zu Krämpfen
  • Tauben könnten aufgrund eines Anfalls starr auf dem Rücken liegen

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Um die Virus-Erkrankung zu überleben, brauchen die Tauben ärztliche Hilfe. Durch die Krämpfe könnten sie sich ansonsten schwer verletzen. Durch nervliche Störungen sei es den Tieren vielleicht nicht mehr möglich zu essen. Sie verhungern.

Wenn du also durch die Stadt schlenderst, hilft es den Tieren sicherlich, wenn du die Augen offenhältst. (abr)