Braunschweig 

Braunschweig: Kampf gegen Coronavirus! SO wollen Wissenschaftler den Erreger stoppen

In Braunschweig wird gerade intensiv an einem Schutz gegen das Coronavirus geforscht (Symbolbild)
In Braunschweig wird gerade intensiv an einem Schutz gegen das Coronavirus geforscht (Symbolbild)
Foto: Cavan Images/Imago

Braunschweig. Die Angst vor dem neuen Coronavirus verbreitet sich. Auch in Deutschland wurden bereits erste Fälle bekannt. Wissenschaftler in Braunschweig arbeiten daran, die Verbreitung des Virus zu verhindern.

Am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig haben Wissenschaftler eine bereits erfolgreich für andere Epidemien genutzte App namens „Sormas“ so ausgebaut, dass sie zur Überwachung der Virusverbreitung genutzt werden kann. Sie verschafft Behörden und anderen einen schnellen Überblick, wo genau wieviele Menschen sich angesteckt haben.

Braunschweig: Moderne App soll Ansteckungen stoppen

Die App eignet sich besonders für den Einsatz in Regionen, in denen die Infrastruktur eher schlecht ist. Mit ihrer Hilfe können Daten zum Krankheitsausbruch vor Ort erfasst und an Gesundheitsbehörden übermittelt werden. So können die Behörden Risikoeinschätzungen treffen und Maßnahmen zur Seuchenbekämpfung planen.

Einzelne Krankheitsfälle können damit sofort erfasst werden, klinische Details und Laborbestätigungen dokumentiert und alle Kontaktpersonen vermerkt werden. So kann auch diesen schnell eine Therapie angeboten werden, sollten sie ebenfalls erkranken.

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Top-News:

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Die App kann auch die Verbreitung von Ebola und Masern stoppen

Mit dem neuen Coronavirus-Modul ist die App jetzt insgesamt für 20 verschiedene Infektionskrankheiten – darunter Ebola, Lassafieber, Affenpocken, Vogelgrippe, Denguefieber, Gelbfieber, Masern, Meningitis, Pest, Cholera, Tollwut und Milzbrand – anwendbar. Die App wurde bereits in Nigeria und Ghana eingesetzt, sie kann weltweit zum Einsatz kommen.

„Aufgrund des flexiblen Bausteinkonzeptes von ,Sormas' konnten wir das spezifische Coronavirus-Modul bereits innerhalb weniger Tage aktivieren“, sagt die Virologin Dr. Juliane Dörrbecker, die die Arbeit am aufwendigen App-Update leitete. Am besten wäre allerdings, wenn die App bei uns nicht zum Einsatz kommen muss.