Braunschweig 

McDonalds-Mitarbeiter in Braunschweig gehen auf die Barrikaden: „Die Wut ist groß!“

Scharfe Kritik an McDonalds und Co. Zahlen die großen Fast-Food-Restaurants zu wenig Lohn? (Symbolbild)
Scharfe Kritik an McDonalds und Co. Zahlen die großen Fast-Food-Restaurants zu wenig Lohn? (Symbolbild)
Foto: imago images/Gottfried Czepluch

Braunschweig. McDonalds, Burger King und Co. – die Fast-Food-Ketten sind in Deutschland nach wie vor sehr beliebt. Und das trotz der Debatte um Kimaschutz, besseres Tierwohl und Umweltschutz. Doch nicht bei allen – denn jetzt haben es sich die Fast-Food-Riesen anscheinend mit ihren eigenen Mitarbeitern mächtig verscherzt. In Braunschweig und auch in vielen anderen Städten in Deutschland stehen sie in der Kritik. Der Grund: viel zu geringe Löhne.

„Die Wut der Beschäftigten ist groß“, heißt es seitens der Gewerkschaft NNG Region Süd-Ost-Niedersachsen-Harz. Die Gewerkschaft fordert, den Angestellten bei McDonalds und anderen Schnellrestaurants mehr Gehalt zu zahlen. Und um auf die Geldpolitik aufmerksam zu machen, würde man auch Proteste in Braunschweig in Betracht ziehen.

McDonalds &Co.: Bald Proteste in Braunschweig?

Hintergrund sind die Tarifverhandlungen, die bereits seit Dezember zwischen der Gewerkschaft NGG und dem Bundesverband der Systemgastronomie laufen.

Ein erstes Treffen habe es am 4. Dezember gegeben, am 13. und 14. Februar soll ein zweites Treffen in Stuttgart stattfinden, ein drittes ist für März in Stuttgart geplant.

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„Die Mitarbeiter stehen rund um die Uhr an der Fritteuse oder an der Verkaufstheke, bekommen dafür aber meist nur den Mindestlohn von 9,35 Euro pro Stunde“, kritisiert Katja Derer von der NGG. Die Gewerkschaft fordere „armutsfreie“ Löhne von mindestens 12 Euro pro Stunden.

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Tarifverhandlungen in Berlin, Stuttgart und Düsseldorf

Davon profitieren könnten Beschäftigte bei Marken wie McDonalds, Starbucks, KFC, Nordsee, Vapiano, Pizza Hut und Co. Betroffen sind bundesweit rund 120.000 Beschäftige in 3.000 Restaurants und Cafés. Es sei höchste Zeit, vom Mindestlohn-Image wegzukommen. „Die Menschen habe für ihre harte Arbeit eine faire Bezahlung verdient“, heißt es seitens der Gewerkschaft weiter.

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Um die Tarifverhandlungen voranzutreiben und den Arbeitgebern mehr Druck zu machen, habe die NGG mehrere Protestaktionen und Warnstreiks geplant. Auch in Braunschweig könnte es noch vor der nächsten Verhandlung zu Ausständen kommen. (abr)