Braunschweig 

Braunschweig: Raser liefert sich Verfolgungsfahrt mit Polizei – Unbeteiligter stirbt! Nebenklage mit harter Forderung

Der Angeklagte (38) beim Prozessauftakt vor dem Landgericht Braunschweig. (Archivbild)
Der Angeklagte (38) beim Prozessauftakt vor dem Landgericht Braunschweig. (Archivbild)
Foto: dpa/Peter Steffen

Braunschweig. Es ist ein Prozess, der die Menschen in Braunschweig und darüber hinaus aufwühlt und bewegt! Ein Raser liefert sich eine Verfolgungsfahrt mit der Polizei. Am Ende kracht er mit hohem Tempo an einer Ampel in zwei Autos – ein Unbeteiligter stirbt.

Seit Februar muss sich der 38-Jährige aus Sachsen-Anhalt vor Gericht in Braunschweig verantworten. Am heutigen Mittwoch wurden die Plädoyers verlesen – und die Nebenklage hat eine harte Forderung gestellt.

Braunschweig: Nebenklage fordert lebenslange Haftstrafe

Wie das Landgericht Braunschweig mitteilt, fordert die Staatsanwaltschaft eine lange Haftstrafe für den 38-Jährigen. Die Anklage beharrt auf sechs Jahre und elf Monate Haft wegen Körperverletzung mit Todesfolge. Sie geht jedoch nicht von einem Tötungsvorsatz aus.

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Die Nebenklage jedoch sieht das laut Landgericht anders. Sie fordert eine lebenslange Haftstrafe wegen Mordes. Demnach sehe sie zwei Mordmale gegeben – Verdeckung einer Straftag und Tötung mit gemeingefährlichen Mitteln.

Die Verteidigung hingegen geht, wie die Staatsanwaltschaft auch, nicht von einem Tötungsvorsatz aus. Sie hat eine Freiheitsstrafe von vier Jahren und sechs Monaten beantragt.

Das Urteil soll am 10. März fallen. (abr)