Braunschweig 

Salzgitter: Mann (34) nach Ehrenmord verurteilt – doch jetzt passiert DAS

Ein Spurensicherer ist direkt nach der Tat am Tatort in Salzgitter. Das Opfer wurde auf dem Boden liegend gefunden.
Ein Spurensicherer ist direkt nach der Tat am Tatort in Salzgitter. Das Opfer wurde auf dem Boden liegend gefunden.
Foto: Rudolf Karliczek

Salzgitter/Braunschweig. Dieser Fall hatte bundesweit Schlagzeilen gemacht – und ganz abgeschlossen ist er juristisch immer noch nicht. Es geht um die tödlichen Schüsse in Salzgitter im Januar 2019.

Ein Syrer hatte damals den irakischen Freund seiner Schwester auf einem Parkplatz in der Berliner Straße mit mehreren Schüssen regelrecht hingerichtet.

Der 34-Jährige war im Februar in Braunschweig wegen Mordes zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden.

Salzgitter – BGH soll Urteil prüfen

Jetzt fechtet der Mann das Urteil an. Die Verteidigung hat Revision eingelegt. Das heißt, der Fall aus Salzgitter landet jetzt beim Bundesgerichtshof. Der BGH in Karlsruhe soll das Urteil überprüfen.

Das Gericht sah bei der Tat als klares Ziel die Wiederherstellung der „Ehre“ seiner kurdisch-muslimischen Familie. Mit dem Urteil entsprachen die Richter der Forderung der Staatsanwaltschaft nach einer lebenslangen Freiheitsstrafe.

Verteidigung hatte Freispruch gefordert

Weil sie auch die besondere Schwere der Schuld feststellten, ist eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren Gefängnis deutlich schwieriger.

Die Verteidigung hatte Freispruch gefordert, weil es Zweifel an der Täterschaft gebe.

--------------------

Mehr von uns:

--------------------

Über die bevorstehende Urteilsprüfung in Karlsruhe hatte zunächst die „Braunschweiger Zeitung“ berichtet. (red)