Braunschweig 

Braunschweig: Sensationsfund! Dieses Skelett ist etwas ganz besonderes

An der Grabungsstelle in Hondelage in Braunschweig wurde ein Fischsaurierskelett gefunden und geborgen.
An der Grabungsstelle in Hondelage in Braunschweig wurde ein Fischsaurierskelett gefunden und geborgen.
Foto: Staatliches Naturhistorisches Museum

Braunschweig. Na, endlich! Nach längerem recht erfolglosen Graben am Geopunkt Hondelange gibt es nun Grund zur Freude: Die Archäologen aus Braunschweig melden einen Fund! Und der hat es in sich...

Entdeckt wurde ein Skelett eines Fischsauriers (Ichthyosaurier). Es ist zwar schon das siebte in neun Jahren in Hondelage ausgebuddelte Ichthyosaurier-Exemplar, aber dieser Fund ist wirklich besonders.

Ichthyosaurier-Skelett in Braunschweig gefunden

Es sei das bisher am besten erhaltene Skelett, sagte Ralf Kosma, Paläontologe des Staatlich Naturhistorischen Museums. „Alle vier Paddel sind überliefert, Teile der Wirbelsäule, Rippen – der Schädel ist allerdings etwas gestaucht. Wahrscheinlich sank der Ichthyosaurier mit dem Kopf voran nach seinem Tod vor etwa 180 Millionen Jahren auf den Meeresboden, vermutet Kosma.

Wahnsinn! Letzte Mahlzeit ist überliefert.

Zu Lebzeiten dürfte der Fischsaurier knapp vier Meter lang gewesen sein. Woran er starb ist nicht bekannt – aber seine letzte Mahlzeit ist in Form von schwarzem Mageninhalt überliefert.

Das fasziniert auch Museumsdirektor Ulrich Joger: „Es ist erstaunlich, dass diese Nahrungsreste über einen derart langen Zeitraum erhalten blieben und uns heute die Möglichkeit geben sehr exakt zu rekonstruieren, wovon sich dieser Meeressaurier ernährt hat.“.

Wahre Schatztruhe in Braunschweig

Die Ablagerungen aus Jura- und Kreidezeit rund um Braunschweig sind eine wahre Schatztruhe für Ichthyosaurierfossilien. Diverse Ichthyosaurier von den Fundorten in Hondelage, Schandelah und Cremlingen konnte das Naturhistorische Museum in den vergangenen 15 Jahren konservieren

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Im letzten Sommer wurde der Fischsaurier „Creedence“ in die paläontologische Werkstatt gebracht und wird dort aufwändig präpariert.

Seit Freitag liegt nun auch der Neufund aus Hondelage dort sicher im Trockenen und Warmen. Wann es von der Öffentlichkeit besichtigt werden kann, ist noch offen.(ck)