Braunschweig 

Hartz 4: Braunschweig steht vor massivem Problem! „Lage hat sich grundlegend verändert“

Der Wirtschaft wurde aufgrund der Corona-Krise quasi der Stecker gezogen. In Bezug auf Hartz 4 könnte Braunschweig bald vor einem massiven Problem stehen.
Der Wirtschaft wurde aufgrund der Corona-Krise quasi der Stecker gezogen. In Bezug auf Hartz 4 könnte Braunschweig bald vor einem massiven Problem stehen.
Foto: imago images/Jan Huebner

Wenn es ganz schlecht läuft in Zeiten der Corona-Krise, dann steht Braunschweig in Bezug auf Hartz 4 bald vor einem massiven Problem.

Denn die Zahl derer, die Hartz 4 beziehen, könnte nach Angaben der „Braunschweiger Zeitung" massiv steigen.

Hartz 4: Zahl der Empfänger könnte in Braunschweig massiv ansteigen

In Zahlen hieße das, dass im schlechtesten Fall zu den aktuell rund 9800 Hartz-4-Bedarfsgemeinschaften noch 4000 hinzukommen. Das wäre auch für die Jobcenter kaum machbar, berichtet die „Braunschweiger Zeitung". Denn dann müsste es rund 35 neue Fachkräfte einstellen – nahezu ein Ding der Unmöglichkeit.

Die Situation auf dem Arbeitsmarkt ist jetzt schon schwierig. Immer mehr Unternehmen müssen Kurzarbeit anmelden. Viele Menschen fürchten um ihre Existenz. Während die Zahlen auf dem Arbeitsmarkt Anfang März noch nahezu stabil waren, zeichnet sich schon jetzt ab, dass die Corona-Krise weitreichende wirtschaftliche Konsequenzen haben könnte.

„Seit Mitte März hat sich die Lage grundlegend verändert“, erklärte Bärbel Höltzen-Schoh, Chefin der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit. Für viele Beschäftigte sei Kurzarbeit angezeigt. „Dennoch glauben wir nicht, dass wir ohne einen Anstieg der Arbeitslosigkeit um diese Krise herumkommen.“

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„Dem Wirtschaftsleben wurde der Stecker gezogen"

Rund 47.000 Firmen im Nordwesten hätten bis zum vergangenen Freitag Bedarf an Kurzarbeit angemeldet – 41.400 in Niedersachsen und 5600 in Bremen. Das sei eine Verzehnfachung gegenüber der Wirtschaftskrise 2009/2010, sagte Höltzen-Schoh.

Sie erklärte die „historisch hohe Zahl“ damit, dass so gut wie alle Branchen betroffen seien: „Wir sind in einem Ausnahmemodus, in dem wir von 100 auf 0 heruntergecrasht sind. Dem Wirtschaftsleben wurde praktisch der Stecker gezogen.“

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Die Summe der insgesamt betroffenen Beschäftigten sei noch nicht bekannt - zunächst müsse man eine vollständige Übersicht über die konkreten Anträge auf die Lohnersatzleistung haben.

Die ganze Geschichte zu den Jobcentern in Braunschweig liest du auf www.braunschweiger-zeitung.de. (abr/mit dpa)