Braunschweig 

Braunschweig: Maskenpflicht als Ausrede? Autofahrer nicht erkennbar – das sagt die Polizei

Corona: Mit Schutzmaske am Steuer. Auch in braunschweig sieht man das immer häufiger. (Symbolbild)
Corona: Mit Schutzmaske am Steuer. Auch in braunschweig sieht man das immer häufiger. (Symbolbild)
Foto: imago images / Sven Simon

Braunschweig. Auch in Braunschweig sind immer mehr Autofahrer unterwegs, die hinterm Steuer ihre Corona-Schutzmaske tragen. Die Polizei stellt das durchaus vor ein Problem.

Wenn sie dann noch eine Sonnenbrille aufhaben, sind sie quasi anonym unterwegs. Das ist auch einer Twitter-Nutzerin aufgefallen. Es sei überhaupt nicht mehr erkennbar, wer das Kraftfahrzeug steuert.

Tatsächlich könnte der ein oder andere Autofahrer in Braunschweig versuchen, sich vor Polizei und Bußgeldstelle mit der Maske herauszureden. Zum Beispiel, wenn er geblitzt wurde. „Das auf dem Foto bin ich doch gar nicht!“

Mit Corona-Maske im Auto? Das sagt die Polizei Braunschweig

Die Polizei Braunschweig schreibt, dass man – sofern man allein im Auto sitzt – aufs Tragen einer Maske verzichten sollte. „Sind jedoch weitere Personen im Fahrzeug, mit denen ich nicht zusammen wohne, ist eine Maske zum Schutz vor weiteren Infektionen geraten“, twittert die Polizei Braunschweig.

Auch die stellvertretende Leiterin des niedersächsischen Corona-Krisenstabes, Claudia Schröder, hatte betont, dass die Maskenpflicht explizit nicht für den Individualverkehr gelte. Für gewerbliche Fahrer sei es möglich, eine Mund-Nasen-Maske zu tragen – selbst wenn sie das Gesicht verbirgt. In solchen Fällen, beispielsweise bei Taxifahrern, werde ja sowieso ein Fahrtenbuch geführt, was eine nachträgliche Identifizierung ermögliche.

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Darüber hinaus wurden Polizei und Behörden in Niedersachsen dazu aufgefordert, bei Schutzmasken hinterm Steuer kulant zu sein, wenn zum Beispiel jemand damit einen Mitfahrenden vor einer Infektion schützen möchte.

Autofahrer dürfen ihr Gesicht nicht verdecken – eigentlich

Laut Straßenverkehrsordnung darf ein Fahrzeugführer sein Gesicht nicht so verhüllen oder verdecken, dass er nicht mehr erkennbar ist – eine Ausnahme gilt für die Helmpflicht. Wer dagegen verstößt, dem droht ein Bußgeld von maximal 60 Euro.

Rechtssicherheit besteht laut dem Anwalt Jens Schmidt aktuell nicht. „Denn letztlich wird es auf den Einzelfall ankommen, ob der Fahrer, der eine Maske trägt, nach Auffassung der Gerichte zu viel seiner Gesichtszüge verdeckt hat oder nicht“, sagte er bei anwalt.de. (ck)