Braunschweig 

Braunschweig: Umstrittene Corona-Demo angemeldet – jetzt gibt es DIESE Befürchtung

In Braunschweig soll die erste „Hygiene-Demo“ stattfinden. Das Bündnis gegen Rechts warnt vor einer Vereinnahmung durch Neonazis und andere Rechte. (Symbolbild)
In Braunschweig soll die erste „Hygiene-Demo“ stattfinden. Das Bündnis gegen Rechts warnt vor einer Vereinnahmung durch Neonazis und andere Rechte. (Symbolbild)
Foto: imago images / snapshot

Braunschweig. In Braunschweig soll es am kommenden Samstag auf dem Schlossplatz eine umstrittene Demo geben. Das „Bündnis gegen Rechts Braunschweig“ warnt davor, dass Neonazis die so genannte „Hygiene-Demo“ für ihre Zwecke nutzen könnten. So wie es bereits in Berlin der Fall war.

Das Motto der Demo in Braunschweig lautet „Let‘s pimp our world“. Im Flyer zur Veranstaltung heißt es „Gemeinsam statt einsam! WIR sind Viele! WIR sind das Volk!“. Die Anmelderin der Demo wettert bei Facebook gegen die geltenden Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus.

Braunschweig: Umstrittene „Hygiene-Demo“ angemeldet

Unter anderem schreibt sie „Ich habe keine Angst vor unserem Coroni. Warum auch? Und ja ich treffe Freunde, ging bis Samstag noch ohne Mundschutz einkaufen... Desinfiziere meine Einkaufswagen nicht... Spielte und juckte mir am Mund mit meinen ungewaschenen Fingern... Auch während ich unterwegs war.“ Und trotzdem lebe sie noch.

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Dass andere Menschen da anderer Meinung seien, respektiere sie. Man solle aber nicht versuchen, sie zu belehren. Sie wolle sich nicht von „so einem neuartigen Mega-Killervirus aus dem Labor“ beeindrucken lassen. „Wenn er so tödlich ist, dann sterbe ich doch eh dran. Dann will ich doch wenigstens meine letzten Tage noch leben... und zwar ohne Einschränkungen“, schreibt sie.

„Bündnis gegen Rechts Braunschweig“ rechnet mit Neonazis

Das „Bündnis gegen Rechts“ wirft ihr vor, dass sie sich bisher nicht klar von der drohenden Demo-Teilnahme einiger Neonazis distanziere. Sie müsse noch den Nachweis erbringen, wie sie es mit Rechten und Nazis halte. „Wer die Tür scheunentorweit aufreißt, muss sich nicht wundern, wenn – wie andernorts – die rechte Szene sich anhängt.“ Man werde darauf reagieren.

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„Es ist zu erwarten, dass organisierte Rechte und Nazis aus Braunschweig und Umgebung diese Veranstaltung für ihre Zwecke nutzen. So ist es in Berlin und anderswo mehr als deutlich geworden“, sagt Sebastian Wertmüller für das Bündnis.

Dort seien unter den Teilnehmenden sowohl Verschwörungstheoretiker, Impfgegner wie auch organisierte Rechte und AfD-Politiker vertreten gewesen. Das Braunschweiger „Bündnis gegen Rechts“ werde nicht zulassen, dass rechte Verschwörungstheoretiker unter dem Deckmantel des Schutzes von Bürgerrechten ihre Ideologien auch in der Löwenstadt verbreiten können. (red)