Braunschweig 

Braunschweig: Stadt schottert Rasenflächen zu! Das steckt dahinter

Wo sonst Rasenflächen waren, sind in Braunschweig jetzt diese Schotterplätze aufgetaucht. Das steckt dahinter.
Wo sonst Rasenflächen waren, sind in Braunschweig jetzt diese Schotterplätze aufgetaucht. Das steckt dahinter.
Foto: Jörg Koglin

Braunschweig. Was hat es bloß mit der „Kieswüste“ am Theaterwall in Braunschweig auf sich? Bis vor kurzem waren an der Ecke zur Fallersleber Straße noch Rasenflächen – und nun: nichts als Schotter. Warum? Die Stadt erklärt, was dahinter steckt.

Braunschweig: Das hat es mit den Schotterplätzen auf sich

Nicht nur der Theaterwall in Braunschweig hat sich optisch etwas verändert. Auch an anderen Orten in der Stadt sind plötzlich Schotterplätze aufgetaucht. Zum Beispiel am Nordbahnhof.

Die Grünflächen sind verschwunden – eine graue Schotterlandschaft ist entstanden. So skurril das klingt, tatsächlich steckt dahinter ein Umweltprojekt der Stadt.

Wo jetzt die „Kieswüsten“ angelegt wurden, sollen schon bald Wildbienen ansiedeln.

Die Stadt erklärt auf Nachfrage: „Der Rasen auf den Grünflächen an der Kreuzung Am Fallerleber Tore/Theaterwall wurde entfernt, um hier Staudenbeete mit einer artenreichen Staudenmischbepflanzungen anzulegen. Insbesondere sollen damit verschiedene Wildbienenpopulationen im innerstädtischen Bereich gefördert werden.“

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Schotter statt Rasen für die Wildbienen

Um die Flächen dafür vorzubereiten, musste der Rasen entfernt und ein spezielles Staudensubstrat – ein Gemisch aus Lavakörnung, Kompost und lehmigem Sand – aufgebracht werden. Das sei besonders gut für Wildbienenarten und andere Insektengruppen geeignet, so die Stadt.

Im Herbst sollen am Theaterwall dann die Blumen gepflanzt werden.

Auch am Nordbahnhof wurden zum Bienen- und Insektenschutz Staudenbeete angelegt. Hier sollen vor allem Insekten ansiedeln können, die sonst in der Stadt keinen lebensraum finden. Der Schotter sei dabei notwendig, da er als Verdunstungsschutz und als Schutz gegen aufkommende Kälte von unten diene, so die Stadt. „Da sich kein Vlies darunter befindet, können bodenbrütende Insekten wie die Wildbiene die Fläche nutzen.“ (fno)