Braunschweig 

Braunschweig: Siebte Flüchtlingsunterkunft eröffnet – deshalb ist die Lage so prekär

Mit dem Wohnstandort Ölper nimmt die Stadt Braunschweig am 5. Mai ihre siebte Unterkunft für geflüchtete Menschen in Betrieb. (Symbolbild)
Mit dem Wohnstandort Ölper nimmt die Stadt Braunschweig am 5. Mai ihre siebte Unterkunft für geflüchtete Menschen in Betrieb. (Symbolbild)
Foto: imago images / Lars Berg

Braunschweig. Geflüchtete Menschen bekommen in Braunschweig ein neues Zuhause. Ab Dienstag können sie in den Wohnstandort Ölper einziehen, wie die Stadt Braunschweig am Montag mitteilte.

Damit erfüllt die Unterkunft ihren ursprünglichen Zweck. Bisher hatten hier Studenten gewohnt, weil schlichtweg Kapazitäten frei waren. Jetzt aber sollen Geflüchtete in Ölper einziehen.

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Die Stadt Braunschweig schreibt, dass der Wohnungsmarkt so angespannt sei, dass die Geflüchteten der anderen sechs Standorte schlichtweg Probleme hatten, eine Wohnung zu finden.

Braunschweig: Geflüchtete wohnen ab Mittwoch auch in Ölper

Auch Menschen, für die die Stadt Braunschweig als Kommune nicht weiter zur Unterbringung in einer Gemeinschaftsunterkunft verpflichtet wäre, da sich der Asylstatus geändert hat, finden demnach oftmals keine Wohnung außerhalb ihrer bisherigen Unterkunft. Gleiches gelte für die ehemals unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten, die ihre stationären Jugendhilfemaßnahmen beendet haben

Die sieben Flüchtlingsunterkünfte in Braunschweig:

  • Bienrode
  • Gartenstadt
  • Gliesmarode
  • Hondelage
  • Lamme
  • Melverode
  • Ölper

Maximal 100 Menschen können im Wohnstandort Ölper untergebracht werden, so die Stadt Braunschweig. Jedem Bewohner steht demnach eine Wohnfläche von zehn Quadratmetern zu – plus Anteile an der Gemeinschaftsfläche.

Auch in Ölper soll die Bewohnerstruktur gemischt werden. Damit habe man bisher gute Erfahrungen gemacht, hieß es aus dem Rathaus. Unter anderem soll es auch am neuen Standort einen Sozialarbeiter sowie einen Sicherheitsdienst geben.

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Die Stadt Braunschweig freut sich, dass - wie an den anderen Wohnstandorten - auch in Ölper bereits ein Netzwerk aus Ehrenamtlichen zu gründen beginnt, das die geflüchteten Menschen, die neu in den Ortsteil ziehen, unterstützen wollen.

Normalerweise konnten die Nachbarn sich die Unterkünfte vor dem EInzug der neuen Bewohner immer selbst ansehen. Das gehe aber diesmal wegen der Corona-Pandemie leider nicht, so die Stadt. (ck)