Braunschweig 

Wolters Braunschweig: Brauerei bekommt in der Krise gerade noch die Kurve – weil dieser Investor einsteigt

Die Brauerei Wolters aus Braunschweig steckt derzeit in der Krise.
Die Brauerei Wolters aus Braunschweig steckt derzeit in der Krise.
Foto: dpa

Braunschweig. Das war für viele Braunschweiger eine echte Schock-Nachricht: Das Hofbrauhaus Wolters aus Braunschweig kämpft ums Überleben. Keine Fußballspiele mehr, lange keine geöffneten Biergärten und Gaststätten, keine geselligen Runden mit Freunden – die Corona-Krise hat Wolters große Steine in den Weg gelegt.

Zuletzt machte die Kampagne „Jedes Glas zählt" bei Facebook die Runde. Damit wollten Bier-Fans ihr geliebtes Wolters unterstützen. Doch schwierig blieb es weiterhin. Bis ein weiteres Traditions-Unternehmen aus Braunschweig sich einschaltete und Wolters nun zur Seite steht!

Wolters Braunschweig: Volksbank steigt mit ein

Denn die Volksbank BraWo steigt bei Wolters mit ein und wird 50-prozentiger Gesellschafter. Außerdem werde die Volksbank dem Unternehmen weitere Mittel zur Verfügung stellen, um weiter in den Maschinenpark und die Produktion investieren zu können.

„Wir möchten mit unserem Engagement ein Zeichen setzen und für eine langfristige Existenz der Marke 'Wolters' mit ihrer regionalen Verankerung sorgen", macht Jürgen Brinkmann, Vorstandsvorsitzender der Volksbank BraWo, deutlich. Es heißt also: Aufatmen bei allen Bier-Fans!

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Große Pläne für Wolters Hof

Und die beiden Unternehmen haben große Pläne mit Wolters. Denn zukünftig soll das Hofbrauhaus eben nicht nur eine Hofbrauerei sein, sondern zum Erlebnis-Zentrum werden.

Die Pläne für den Wolters-Hof:

  • Angebot für Firmenevents, Seminare, Tagungen und private Feste
  • gemütlicher Biergarten
  • „bierige" Open-Air-Festivals
  • familiengerechte Events
  • Museum
  • Ausbau des „Wolters Shops"

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Dass das alles so möglich werden kann, dazu habe auch die Stadt Braunschweig beigetragen. Denn die habe das Grundstück an das Hofbrauhaus verkauft. „Ohne diesen wichtigen Baustein wäre das Finanzierungspaket nicht darstellbar gewesen", heißt es. Wolters wolle nun das Grundstück an die BraWo verkaufen.

Dafür ist nun allerdings noch der Verzicht der Stadt Braunschweig auf das von ihr vermerkte Vorkaufsrecht notwendig. Wie Oberbürgermeister Ulrich Markurth mitteilt, hat die Stadt den Ratsgremien bereits am heutigen Freitag mitgeteilt, dass sie vom Vorkaufsrecht keinen Gebrauch machen wollen. (abr)