Braunschweig 

Thermomix: Frau aus Braunschweig fällt auf fiese Abzocke rein – jetzt hat sie DIESE wichtige Botschaft

Eine Frau aus Braunschweig wollte sich den Traum von einem eigenen Thermomix erfüllen – und saß einem Betrüger auf. (Symbolbild)
Eine Frau aus Braunschweig wollte sich den Traum von einem eigenen Thermomix erfüllen – und saß einem Betrüger auf. (Symbolbild)
Foto: imago images / Manngold

Braunschweig. Ein Thermomix in der Küche – davon träumen viele. Doch der Alleskönner ist nicht günstig, er kostet mehr als 1.300 Euro. In der Hoffnung, irgendwo ein günstigeres Angebot zu finden, hat sich eine Frau aus Braunschweig deshalb daran gemacht, diverse Facebook-Gruppen zu durchstöbern.

Sie wurde tatsächlich fündig: In einer Gruppe wurde ein Thermomix für schlappe 700 Euro angeboten. Die Braunschweigerin schlug zu – und saß nach eigenen Angaben einem Betrüger auf! Deshalb will sie andere vor der fiesen Masche warnen.

Thermomix: Frau aus Braunschweig fällt auf Betrug rein

Das unschlagbare Angebot habe sie in der Gruppe „Kaufen Verkaufen Salzburg" entdeckt. 700 Euro sollte der Thermomix kosten. Sie sei über den Preis verwundert gewesen, habe dem Verkäufer aber dennoch geschrieben.

Sie habe wissen wollen, wieso der Mann das Küchengerät so günstig abgeben wollte. „Er meinte, weil er den nicht brauchen und er bei ihm nur rumstehen würde", erzählt sie im Gespräch mit news38.de.

+++ Maddie McCann: Neue Spur! Hat der Tatverdächtige aus Braunschweig auch etwas mit IHREM Verschwinden zu tun? +++

Zunächst habe sie mit dem Mann via Facebook-Messenger geschrieben, dann hätten sie zu WhatsApp gewechselt. „Er hatte eine österreichische Nummer, ich habe mir nichts weiter dabei gedacht", erinnert sich die 41-Jährige. Sein Deutsch sei außerdem nicht so gut gewesen, die Texte seien stets unvollständig gewesen.

Betrüger hat sich mit vermeintlichem Ausweis verifiziert

Doch eine Sache sollte der Braunschweigerin Sicherheit geben. Der Mann habe sich „verifiziert", indem er ein Foto seines Personalausweises schickte. Vorder- und Rückseite.

Sie habe sich sicher gefühlt und dem Mann die 700 Euro überwiesen. Nachdem sie ihm den Screenshot der Überweisung geschickt hatte, habe der vermeintliche Verkäufer ihr zugesichert, den Thermomix direkt am nächsten Tag abzuschicken.

---------------

Mehr von uns:

---------------

Doch er sei nie angekommen. Auch auf Nachfragen habe sie keine Rückmeldung mehr erhalten. Sie sei stutzig geworden, habe sich sogleich selbst auf die Suche nach weiteren Opfern in anderen Facebook-Gruppen gemacht.

„In meiner Facebook-Recherche bin ich auch auf Opfer getroffen, die sich selbst mit einem Personalausweis verifizieren sollten. Das haben der oder die Betrüger ausgenutzt und genau diese Fotos bei neuen Opfern verwendet. Mehrere Profile wurden so auch gehackt und als angebliche Verkäufer ausgegeben", sagt die Braunschweigerin.

Deshalb wolle sie nun andere Nutzer vor dieser Masche warnen. Gibt den deutlichen Rat, bei solch günstigen Preisen misstrauisch zu sein. Sie habe nun Strafanzeige bei der Polizei Braunschweig erstattet.

+++ Helmstedt: Autofahrer kracht gegen Mauer – und stirbt kurz danach +++

-------------------------------------

Das ist Thermomix:

  • Der Thermomix wird von der Firma Vorwerk hergestellt
  • Diese hat ihren Sitz in Wuppertal (NRW)
  • Der Thermomix soll zukünftig auch in China für den asiatischen Markt produziert werden
  • Der Hauptproduktionsstandort in Frankreich bleibt aber erhalten
  • Der Thermomix ist eine Küchenmaschine mit allerlei Funktionen
  • Er kann kochen, zerkleinern, mixen oder auch erwärmen
  • Der Thermomix TM6 ist das aktuelle Modell seit 2019
  • Insgesamt hat das Unternehmen schon zehn Modelle herausgebracht
  • Der allererste Thermomix erschien im Jahr 1971
  • Vorwerk stellt unter anderem auch Staubsauger her

-------------------------------------

+++ Maddie McCann: Spur führt nach Braunschweig – das wissen wir über den neuen Verdächtigen +++

Thermomix-Betrug – Polizei warnt vor fieser Masche

Ein solcher Betrug, wie die Frau aus Braunschweig ihn erlebt hat, sei kein Einzelfall. Im Gespräch mit news38.de erklärt Braunschweigs Polizei-Sprecher Dirk Oppermann, dass man bei günstigen Preisen stets misstrauisch sein sollte.

Die Masche sei auch nicht neu, es gebe sie schon ewig. Und zwar in zahlreichen Varianten und in Bezug auf diverse Produkte. Besonders beliebt seien beispielsweise teure Handys, die plötzlich zu Spottpreisen angeboten würden.

Oppermann rät, solche Angebote zu hinterfragen. Vor allem dann, wenn sie über Plattformen angeboten werden, bei denen es keine Garantien für die Käufe gibt. Denn bei einem ist er sich sicher: „Wen etwas zu schön ist, um wahr zu sein, ist es meist nicht wahr."