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Braunschweig: Basketball-Star Dennis Schröder mit eindringlichen Worten nach Rassismus-Skandal – „so sollten wir vorgehen“

Basketball-Star Dennis Schröder aus Braunschweig appelliert an alle Sportler...
Basketball-Star Dennis Schröder aus Braunschweig appelliert an alle Sportler...
Foto: imago

Basketball-Star Dennis Schröder aus Braunschweig hat deutliche Worte zum Rassismus-Skandal in den USA gefunden.

Er glaube an einen großen Einfluss von Sportlern im Kampf gegen Rassismus in der Gesellschaft. „Wenn alle Sportler wirklich sagen, „Okay, so und so sollten wir vorgehen“, dann würde es auf jeden Fall etwas bewirken“, sagte der 26 Jahre alte Nationalspieler aus Braunschweig.

Auch er selbst sei bereits Opfer von Rassismus geworden.

Braunschweig: Basketball-Star Dennis Schröder über Rassismus-Skandal – „sehr, sehr traurig“

Der Sport spiele im Kampf gegen Rassismus „eine große Rolle“, sagte Schröder mit Blick auf die Protestwelle gegen Rassismus und Polizeigewalt nach dem brutalen Tod des Afroamerikaners George Floyd in den USA. „Ich glaube, dass jeder Aussagekraft hat, Einfluss hat auf die Welt.“

Schröder spielt seit 2013 in der nordamerikanischen Basketball-Liga NBA und steht bei den Oklahoma City Thunder unter Vertrag. Rassismus hat der Sportler nach eigenen Angaben bereits als Kind kennengelernt.

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„Im Kindergarten waren halt schon die ersten Situationen, wo Leute mich gefragt haben, warum meine Haut so dreckig ist“, sagte der Sohn einer Mutter aus Gambia und eines Deutschen. Die Bilder des brutalen Polizeieinsatzes gegen Floyd hätten ihn schockiert. „Es ist sehr, sehr traurig zu sehen“, sagte der gebürtige Braunschweiger.

NBA startet wieder am 31. Juli

Dem geplanten Wiederbeginn der NBA am 31. Juli sieht Schröder positiv entgegen. „Wir sind alle excited (begeistert), dass wir wieder spielen dürfen“, sagte er. „Wir waren zweieinhalb Monate zu Hause und haben nichts gemacht.“ Auch die Spiele der deutschen Fußball-Bundesliga in den vergangenen Wochen habe er verfolgt. „Es hat gut getan, überhaupt mal wieder Sport zu sehen“, sagte Schröder. (fno/dpa)