Braunschweig 

Braunschweig: Storchenpaar baut ausgerechnet HIER sein Nest – Strombetreiber reagiert genial

Ungewöhnlicher Ort für ein Storchennest in Braunschweig. Aber ein Stromanbieter hat ein Herz für die Tiere! (Symbolbild)
Ungewöhnlicher Ort für ein Storchennest in Braunschweig. Aber ein Stromanbieter hat ein Herz für die Tiere! (Symbolbild)
Foto: imago images / CHROMORANGE

Braunschweig. Der Mittelspannungsmast in Braunschweig-Watenbüttel ist auf den ersten Blick auch für ein Storchenpaar kein besonders gemütlicher Ort, um den Nachwuchs aufzuziehen.

Dennoch haben zwei Weißstörche genau dort ein Nest gebaut. Damit das Paar ungestört brüten konnte, hat der Stromversorger BS Netz aus Braunschweig eine geniale Maßnahme ergriffen.

Braunschweig: Störche nisten ausgerechnet auf Mittelspannungsmast

Bereits im April hatten die Vögel dort mit dem Nestbau begonnen und mehrere Eier gelegt. Der Stromversorger nahm daher nach eigenen Angaben die entsprechenden Stromleitungen durch Umschaltmaßnahmen außer Betrieb, damit das Vogelpaar sich in aller Ruhe um die Eier kümmern konnte.

Der niedliche Storchennachwuchs ist in der Zwischenzeit geschlüpft und schaut immer wieder neugierig aus dem Nest in die weite Welt hinaus. Bevor sie ihren ersten Flug wagen, hat BS Netz am Montag zu ihrem Schutz eine Freileitung im Bereich des Tragmastes mit entsprechendem Material isoliert.

BS Netz bringt Flughelfer für die Vögel an

Zusätzlich wurden mittels Hubwagen Leitungsmarkierungen an den Leiterseilen angebracht. Diese Vogelschutzmarkierungen an Freileitungen sind wichtige Flughelfer für die Vogelwelt: Sie sorgen dafür, dass Vögel die Freileitungen besser wahrnehmen und nicht mit dem Leiterseil kollidieren.

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„Die Maßnahmen sollen dabei helfen, den Storcheneltern die erfolgreiche Aufzucht ihres Nachwuchses zu ermöglichen und diese geschützte Art auch hier rund um Braunschweig zu erhalten“, sagte BS Netz-Geschäftsführer Kai-Uwe Rothe.

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Viel Nahrung für den Storchennachwuchs nach dem Unwetter

Das Unwetter am Wochenende hat vielerorts für Probleme gesorgt, den Störchen kommt es möglicherweise entgegen. „Die Störche brauchen nach dem Schlüpfen kleine, weiche Nahrung“, sagte Storchenexperte Kai-Michael Thomsen vom Naturschutzbund (Nabu) der Deutschen Presse-Agentur. Dabei könne es sich etwa um Regenwürmer handeln.

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Bei zu trockenen und harten Boden seien diese allerdings nur schwer zu finden. Bleibt es allerdings über lange Zeit zu nass und zu kalt, könnte das Wetter laut dem Experten für den Storchennachwuchs auch gefährlich werden. (vh/mit dpa)