Braunschweig 

Braunschweig: Haus in der Hochstraße abgefackelt – jetzt ist das Urteil gegen den Besitzer gefallen

Brand in der Hochstraße

Heftige Rauchschwaden ziehen über die Straße.

Beschreibung anzeigen

Braunschweig. Dieses Feuer in Braunschweig sorgte für Schlagzeilen – jetzt ist erneut ein Urteil im Zusammenhang mit dem Brand in der Hochstraße gefallen.

Der angeklagte Hausbesitzer wurde freigesprochen, teilte das Landgericht Braunschweig mit. Dem 47-Jährigen war Anstiftung zur schweren Brandstiftung und Betrug vorgeworfen worden.

Braunschweig: Indizien zerbröckeln im Prozess

Es ging um einen möglichen Versicherungsbetrug in Höhe von rund 775.000 Euro. Die Indizien hätten der Kammer aber nicht für einen Schuldspruch gereicht, hieß es am Mittwoch.

Im Prozessverlauf seien einige Indizien zerbröckelt, sagte ein Gerichtssprecher. Schon Anfang Juni war der Haftbefehl aufgehoben worden, weil kein dringender Tatverdacht mehr bestand. In ihren Plädoyers forderten Verteidigung und Staatsanwaltschaft am Mittwoch dann auch einen Freispruch.

Mehrfamilienhaus in der Hochstraße brennt komplett aus

Im Januar 2019 hatte ein Täter in dem dreistöckigen Mehrfamilienhaus in der Hochstraße einen Brand gelegt, indem er im hölzernen Treppenhaus Benzin ausgeschüttet und eine Plastiktüte mit benzingetränktem Papier angezündet hatte.

Die Brandruine im Juli 2018:

Nach einer unerwartet heftigen Explosion breitete sich das Feuer schnell aus. Das Gebäude brannte komplett nieder und musste abgerissen werden. Der Abriss zog sich über Monate hin. >>Ruine abgerissen – aber nicht alles läuft nach Plan

-------------

Mehr zu dem Brand in Braunschweig:

-------------

In einem ersten Prozess im November 2019 wurde der Täter wegen schwerer Brandstiftung zu fünfeinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Im aktuellen Verfahren wurde dem angeklagten Hausbesitzer vorgeworfen, selbst oder über einen Mittelsmann den Brandstifter mit der Feuerlegung beauftragt zu haben. (ck/dpa)