Braunschweig 

Galeria Karstadt Kaufhof: Schock! Auch DIESE Filiale in Braunschweig ist betroffen

Galeria Karstadt Kaufhof ist auch in Braunschweig und Goslar vertreten. Aber wie lange noch? (Archivbild)
Galeria Karstadt Kaufhof ist auch in Braunschweig und Goslar vertreten. Aber wie lange noch? (Archivbild)
Foto: imago images / Jürgen Ritter

Braunschweig/Goslar. Kahlschlag bei Galeria Karstadt Kaufhof: 62 der 172 Filialen sollen schließen. Das ist eine Hiobsbotschaft – nicht nur für Tausende Mitarbeiter von Galeria Karstadt Kaufhof, sondern auch für viele deutsche Innenstädte.

Jetzt steht fest: Sechs Läden in Niedersachsen sind betroffen, davon zwei in unserer Region. Sie müssen schließen.

Galeria Karstadt Kaufhof: Auch Region von Schließung betroffen!

Unter den 62 Filialen, die der Warenhauskonzern schließen will, befinden sich auch Kaufhof in Braunschweig und Karstadt in Goslar. Bundesweit dürften rund 6.000 der 28.000 Mitarbeiter ihren Job verlieren.

„Das ist ein Schlag ins Gesicht für alle betroffenen Kolleg*innen!“, teilte die Gewerkschaft Verdi mit. Nach mehr als 16 Jahren der Sanierung und des damit verbundenen Gehaltsverzichts stünden alleine in Niedersachsen die Existenzen von mehr als 350 Beschäftigten auf dem Spiel – 79 in Braunschweig und 67 in Goslar.

„Wir werden alles tun, um ihnen in dieser Situation zu helfen“, sagte Gewerkschaftssekretär Tobias Uelschen.

Laut einem Bericht der Braunschweiger Zeitung steht auch der Karstadt Sports in Braunschweig am Damm vor der Schließung. Eine offizielle Bestätigung gab es dafür am Samstagabend noch nicht. Allerdings liegt der Funke-Mediengruppe, zu der auch unser Portal gehört, eine Liste mit den betroffenen Filialen vor.

Außerdem heißt es im Bericht weiter: Die Eingangstüren von Karstadt Sports waren am späten Nachmittag verschlossen. Auf Hinweiszetteln war zu lesen: „Wegen einer Mitarbeiterversammlung schließen wir unser Haus heute um 17 Uhr.“

Markurth: Verlust für die Innenstadt - aber auch Bekenntnis

Braunschweigs Oberbürgermeister Ulrich Markurth sprach von einem Verlust für die Innenstadt, der zudem Arbeitsplätze kosten werde. „Wichtig ist jetzt vor allem, dass für die Beschäftigten faire Lösungen gefunden werden und möglichst viele von ihnen in den fortbestehenden Filialen arbeiten können“, so der SPD-Politiker.

Auf der anderen Seite habe man nun aber auch Klarheit darüber, dass Braunschweig zwei der großen Warenhausstandorte von Karstadt behält. „Das ist angesichts der Schließung von rund einem Drittel aller Filialen ein deutliches Bekenntnis zur Einkaufsstadt Braunschweig“, sagte Markurth.

Galeria Karstadt Kaufhof bleibe, im Gegensatz zu anderen Städten, dauerhaft als eines der Zugpferde der Braunschweiger Innenstadt erhalten. Das sei ein wichtiges Signal, auch für alle anderen Einzelhändler sowie für die Gastronomen.

„Was die betroffene Immobilie angeht, werden wir mit der Eigentümerin, die ja lokal verwurzelt ist, über mögliche zukünftige Entwicklungen sprechen. Ich bin optimistisch, dass diese attraktive Innenstadtlage mit neuen Nutzungen perspektivisch aufgewertet werden kann“, so Markurth.

Was die betroffene Immobilie angeht, werden wir mit der Eigentümerin, die ja lokal verwurzelt ist, über mögliche zukünftige Entwicklungen sprechen. Ich bin optimistisch, dass diese attraktive Innenstadtlage mit neuen Nutzungen perspektivisch aufgewertet werden kann."

+++ Braunschweig: Stadthalle muss saniert werden – aber bislang will es keiner machen +++

Galeria Karstadt Kaufhof in unserer Region:

  • Galeria Karstadt, Schuhstraße 29-34, Braunschweig
  • Galeria Kaufhof, Bohlweg 72, Braunschweig
  • Karstadt Sports, Damm 5, Braunschweig
  • Galeria Karstadt, Rosentorstraße 1, Goslar

Der Sanierungsdruck bei Galeria Karstadt Kaufhof war und ist riesig.

Der Handelsriese war durch die coronabedingte Schließung aller Filialen in eine schwere Krise geraten und hatte Anfang April Rettung in einem Schutzschirmverfahren suchen müssen.

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Corona-Krise: Galeria Karstadt Kaufhof rechnet mit Milliardenverlust

„Wir gehen von einer Milliarde Umsatzverlust in diesem Jahr aus und rechnen auch nicht damit, dass die Kunden im kommenden Jahr wieder so einkaufen werden wie vor Corona.

Diese Filialen in Niedersachsen schließen:

  • Kaufhof Braunschweig
  • Kaufhof Osnabrück
  • Karstadt Goslar
  • Karstadt Hannover

Das heißt, bis Ende 2022 könnten die Umsatzeinbußen sogar auf insgesamt rund 1,4 Milliarden Euro steigen“, hatte der Generalbevollmächtigte Arndt Geiwitz im Mai die Probleme des Konzerns beschrieben. (ck/dpa)